Betrug am Steuer-Zahler: NGO in Griechenland veruntreut neun Millionen Euro

Gegen den Chef eine Wohltätigkeits-Organisation wird wegen Betrugs und Veruntreuung von Steuergeldern ermittelt. Zusammen mit Diplomaten und ehemaligen Beamten hatte er den griechischen Staat um Millionen geprellt.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Die Nichtregierungs-Organisation Internationale Landminen-Initiative (IMI) ist in Griechenland in einen millionenschweren Steuergeld-Betrug verwickelt. Gegen den Chef der IMI, seine Frau, drei Diplomaten und drei pensionierte Beamte wird wegen der Veruntreuung von neun Millionen Euro ermittelt.

Die IMI war zwischen 2000 und 2004 in Bosnien, dem Libanon und dem Irak tätig. Die Organisation wurde für Aufräumarbeiten auf Minenfeldern vom griechischen Außenministerium mitfinanziert, wie Heute.at berichtet. Die IMI setzte jedoch ihre Arbeiter unter Druck und behielt so ein Drittel ihres Lohnes ein.

Das so einbehaltene Geld wurde in den Bilanzen als Spende der Arbeiter deklariert. Durch diese Form der Bilanzfälschung trieb die Organisation die finanziellen Zuwendungen des griechischen Staates in die Höhe. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Falschangaben, Betrug, Geldwäsche und Veruntreuung von Steuergeldern. Der Chef der Organisation wurde am Freitag auf Zypern festgenommen.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***