Bundesbank: Claudia Buch wird Vize-Präsidentin

Claudia Buch wird neue Vize-Präsidentin der Bundesbank. Sie folgt damit auf Sabine Lautenschläger, die ins EZB-Direktorium wechselt. Als eine der Wirtschafts-Weisen beriet Buch die Regierung zuvor in Wirtschaftsfragen.

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Die Wirtschaftsweise Claudia Buch soll nach Angaben aus Regierungskreisen neue Vizepräsidentin der Bundesbank werden. Eine mit der Personalentscheidung vertraute Person bestätigte dies am Montag der Nachrichtenagentur Reuters.

Die 47-Jährige folgt Sabine Lautenschläger nach, die Ende Januar als Nachfolgerin für Jörg Asmussen in das Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) gewechselt war (mehr hier). Buch war innerhalb der großen Koalition umstritten. Während sich Medienberichten zufolge Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) für Buch starkgemacht hatte, war Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) für Bundesbank-Vorstand Joachim Nagel eingetreten.

Claudia Buch ist seit 2012 Mitglied des Sachverständigenrats der Bundesregierung und leitet das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle. Die Ökonomieprofessorin ist außerdem Mitglied des bei der EZB angesiedelten wissenschaftlichen Beirats des Europäischen Ausschuss für Systemrisiken, das Probleme im Finanzsystem erkennen soll, bevor sie zu Krisen führen.

Buch gilt als akribische Analytikerin. Forschungsschwerpunkte der im März 1966 in Paderborn geborenen Volkswirtschaftlerin sind Finanzmärkte, Bankenregulierung und Geldpolitik. Zusätzlich zu ihren Verpflichtungen als IWH-Präsidentin lehrt sie an der Universität Magdeburg.

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