EU finanziert Lügen-Detektor für Soziale Medien

Ein Lügen-Detektor soll Online-Gerüchte mittels Algorithmus aufspüren und in vier Kategorien unterteilen. Informationen über Twitter und Facebook sollen so besser einschätzbar werden. Die Software soll menschliches Urteilsvermögen ersetzen. Die EU finanziert das Projekt.

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Künftig sollen Falsch-Informationen mit dem Lügen-Detektor in vier Kategorien aufteilen werden: Spekulation, Kontroverses , Fehl-Informationen (etwas Falsches wird unwissentlich verbreitet) und Desinformation, also Lügen, die mit böswilliger Absicht verbreitet werden. Mit dem neuen System sollen Online-Gerüchte automatisch und in Echtzeit überprüft werden.

Aufgeschlüsselt werden die Informationen mittels Algorithmus, den Wissenschaftler der Universität Sheffield mit EU-Geldern entwickeln.

Dies soll unter anderem Journalisten und Regierungen helfen, effektiver mit Informationen aus dem Internet umzugehen, so die Begründung der Wissenschaftler. Die Idee zu dem Projekt entstand nach den Unruhen in London im Jahr 2011. Damals hatte sich der Protest über Soziale Netzwerke organisiert. Polizei und Rettungsdienste konnten die Nachrichten mitlesen, wusste aber nicht, welche Informationen richtig und welche falsch waren.

Von offizieller Seite wurde damals überlegt, Facebook und Twitter vorübergehend abzuschalten. So sollten die Jugendlichen daran gehindert werden, sich zu verabreden. Mit dem Lügen-Detektor wäre das überflüssig, Kritiker sprechen deswegen von einer neuen Art von Cyber-Polizei.

Der Lügen-Detektor arbeitet folgendermaßen: Es werden zuerst Quellen gesucht, die eine bestimmte Information bestätigen oder dementieren. Zudem soll skizziert werden, wie sich die Gespräche über die Sozialen Netzwerke entwickeln. Der Algorithmus soll dann den Wahrheitsgehalt der Information bewerten und das Ergebnis dem Benutzer auf einer digitalen Pinnwand anzeigen.

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