EU treibt Preis für CO2-Zertifikate in die Höhe

Die EU will das Angebot an CO2-Zertifikaten ab Mitte März deutlich verknappen. Denn aufgrund der rückläufigen Industrie in der EU sind deren Preise massiv eingebrochen. Nach Veröffentlichung der Reform-Details verteuerten sich die Zertifikate am Freitag um mehr als 9 Prozent.

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Die Veröffentlichung der Details für die geplante Reform des europäischen Emissionshandels hat die entsprechenden Zertifikate am Freitag beflügelt. Ihr Preis stieg um 9,1 Prozent auf 7,19 Euro je Tonne ausgestoßenes CO2.

Den Plänen zufolge wollen die EU-Staaten und Großbritannien bei ihren wöchentlichen Auktionen ab Mitte März jeweils nur noch etwa halb so viele Emissionszertifikate anbieten wie bisher. Polen will ab Ende kommender Woche vorerst gar keine neuen Papiere mehr ausgeben.

Durch die als „Backloading“ bezeichnete vorübergehende Verknappung des Angebots soll der Preisverfall der CO2-Zertifikate aufgehalten werden. Die EU hatte sich erst nach zähem Ringen und mehreren Anläufen auf dieses Verfahren geeinigt.

Mit CO2-Zertifikaten erwerben Unternehmen das Recht, Treibhausgase auszustoßen. Der Handel soll einen Anreiz dafür schaffen, das Geld in eine klimafreundliche Modernisierung der Produktion zu stecken.

Wegen der rückläufigen europäischen Industrieproduktion als Folge der Schuldenkrise gibt es jedoch ein Überangebot an CO2-Zertifikaten. Aus diesem Grund liegt ihr Preis trotz der knapp 60-prozentigen Rally der vergangenen Wochen immer noch rund 60 Prozent unter dem Niveau von Mitte 2011.

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