Sieben Banker sollen Geldwäsche im Vatikan beenden

Der neue Wirtschaftsminister von Papst Franziskus erhält Unterstützung von sieben externen Finanz-Experten. Mit dieser Öffnung nach außen reagiert der Vatikan auf die anhaltenden Vorwürfe wegen Geldwäsche und Korruption.

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Papst Franziskus organisiert die Finanzen des Vatikans neu. Dabei beteiligt er auch externe Prüfer an der Kontrolle des Kirchenvermögens.

Franziskus will einen Wirtschaftsprüfer ernennen, der alle Institutionen des Vatikans kontrollieren soll. Dieser wird die Macht haben, „jederzeit Anhörungen aller Behörden des Heiligen Stuhls und des Vatikan-Staats durchzuführen“, zitiert Reuters eine Mitteilung des Vatikans.

Zudem will Franziskus ein Wirtschafts-Sekretariat schaffen, das ihm direkt untersteht. Chef dieses Quasi-Ministeriums wird der 72-jährige derzeitige Erzbischof von Sydney, George Pell. Dazu wird er nach Rom umziehen.

Pell wird von einem 15-köpfigen Gremium beraten, dem neben acht Prälaten auch sieben Finanzexperten „mit großer beruflicher Erfahrung im Finanzbereich“ aus der ganzen Welt angehören, so die Mitteilung.

Die für die päpstliche Güterverwaltung zuständige Abteilung Apsa werde zur Zentralbank. Sie werde „alle Verpflichtungen und Aufgaben übernehmen wie ähnliche Institutionen in der ganzen Welt“.

Alle Änderungen treten sofort in Kraft, bestehende Regeln werden ungültig, wenn sie den Änderungen widersprechen, so Franziskus.

Der Status der Vatikanbank, früher als Institut für religiöse Werke (IOR) bekannt, bleibe zunächst unverändert, so ein Vatikan-Sprecher. Franziskus hat eine Schließung der Bank nicht ausgeschlossen. Die italienischen Behörden ermitteln gegen die IOR wegen des Vorwurfs der Geldwäsche. Der Vatikan bestreitet die Vorwürfe.

Im vergangenen Jahr hat die IOR unter der Führung des Deutschen Ernst von Freyberg hunderte Konten geschlossen, strenge Regeln gegen Geldwäsche eingeführt und verschiedene Untersuchungen verdächtiger Aktivitäten gestartet.

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