USA wollen Google-Glass am Steuer verbieten

Die USA planen noch vor dem Verkaufsstart der Datenbrille ein Verbot beim Autofahren. Google schickt seine Lobbyisten los, um die geplanten Gesetze zu verhindern. Der Konzern hält die Verbote für voreilig.

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Die US-Regierung plant noch vor dem offiziellen Verkauf der Google-Datenbrille ein Verbot beim Autofahren. In mehreren US-Bundesstaaten werden derzeit Gesetze gegen die Verwendung von Google-Glass beim Führen eines Fahrzeugs ausgearbeitet.

Der Technologie-Riese aus dem Silicon Valley schickt nun seine Lobbyisten in drei US-Bundesstaaten, um die Verbote abzuwenden oder zumindest abzuschwächen, wie die Wiwo berichtet. Sie sollen in den Bundesstaaten Illinois, Delaware und Missouri auf die Gesetzgebung Einfluss nehmen. Google argumentiert, das die Verbote voreilig seien, da die Technologie noch nicht einmal auf dem Markt erhältlich ist.

Auch in den Bundesstaaten New York, Maryland, West Virginia, New Jersey und Wyoming sind Verbote von Google-Glass beim Autofahren geplant.

Google-Glass muss noch mehrere Tests durchlaufen, bevor Google mit dem Verkauf beginnen kann. Das Gerät wird voraussichtlich etwa 1.100 Euro kosten. Die Datenbrille kann Fotos schießen und die Umgebung filmen. Die aufgezeichneten Daten werden auf Google-Servern gespeichert, weshalb Kritiker eine Ausweitung der Überwachung fürchten (mehr hier).

Polizei-Gewerkschaften und die Verkehrssicherheit befürchten steigende Unfall-Zahlen, wenn Autofahrer zeitgleich E-Mails lesen oder im Internet surfen. Sie argumentieren, dass 2012 etwa 3.000 Menschen in den USA durch die Verwendung von Handys beim Fahren ums Leben kamen.

Google arbeitet seit mehreren Jahren auch intensiv an autonomen Fahrzeugen. Das Unternehmen plant, den menschlichen Autofahrer komplett durch Computer zu ersetzen. Google zufolge sind die Computer-gesteuerten Autos schon jetzt sicherer im Straßenverkehr als menschliche Fahrer (hier).

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