Sigmar Gabriel: Deutsche müssen mehr konsumieren

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat sich in auf die Seite der EU geschlagen und gibt uneingeschränkt zu: Deutschlands Exportüberschuss ist schlecht. Damit behauptet die Bundesregierung nun das Gegenteil als noch vor einigen Wochen.

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Im Streit über die hohen Exportüberschüsse Deutschlands gibt sich die Bundesregierung einem Zeitungsbericht zufolge kompromissbereit. In einem internen Papier des Wirtschaftsministeriums werde erstmals ohne Einschränkungen anerkannt, dass exzessive und dauerhafte Ungleichgewichte in den Handelsbilanzen schädlich für die Stabilität der Euro-Zone seien, berichtete die Süddeutsche Zeitung. Es sei deshalb richtig, dass die Europäische Kommission solche Ungleichgewichte genau unter die Lupe nehme.

EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn will die Ergebnisse dieser Untersuchungen am Mittwoch in Brüssel vorstellen.

Die deutsche Wirtschaft hatte 2013 mit einem Plus von knapp 200 Milliarden Euro den höchsten Exportüberschuss der Welt erzielt. Kritiker monieren, dies gehe zulasten anderer Länder, in denen die Verschuldung dann steigt. Deutschland müsse mehr tun, um seinen Konsum zu stärken, fordern etwa die USA. Die Bundesregierung hatte den Überschuss bisher stets mit der starken Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Unternehmen erklärt.

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