Griechische Banken brauchen 6 Milliarden Euro

Die griechischen Banken steht erneut vor einem Abgrund. Obwohl die EU-Steuerzahler bereits 237 Milliarden Euro aufgebracht haben, um den insolventen Staat und vor allem seine maroden Banken zu "retten", ist kein Ende in Sicht. Auch das nächste Loch wird wieder von den europäischen Steuerzahlern zu stopfen sein.

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Griechenlands größte Geldhäuser benötigen der Zentralbank zufolge 6,4 Milliarden Euro frisches Kapital. Das teilte die Notenbank am Donnerstag nach einem Stresstest mit, mit dem sie die Widerstandskraft der Institute bei künftigen Krisen prüfte. Die Summe liegt knapp über den 5,8 Milliarden bis 6,2 Milliarden Euro, die die Zentralbank bisher der National Bank, der Piraeus Bank, der Eurobank und der Alpha Bank vorhergesagt hatte. Allerdings wurden jetzt auch kleinere Institute wie die Attica Bank berücksichtigt.

Die Zahlen liegen aber weit unter den Schätzungen von Griechenlands internationalen Geldgebern. Die Europäische Union, die Europäische Zentralbank und der Internationale Währungsfonds, die den Sparkurs des Landes überwachen, sehen einen Bedarf von 8 bis 8,5 Milliarden Euro. Insidern zufolge akzeptierte die Troika deshalb auch nicht die Ergebnisse des jüngsten Tests. Knackpunkt der Verhandlungen über die Auszahlung weiterer Kredite ist eine unterschiedliche Auffassung über die Höhe des Kapitalbedarfs. Griechenland musste seit 2010 zweimal mit milliardenschweren Rettungspaketen vor der Pleite bewahrt werden.

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