Sigmar Gabriel in geheimer Mission in Moskau

Bundessuperminister Sigmar Gabriel ist überraschend nach Moskau gereist und hat sich mit Präsident Putin getroffen. Die Gespräche waren geheim. Wirtschaftsvertreter waren nicht zugegen. Über mögliche Telefonate von Gabriel mit Gazprom-Berater Gerhard Schröder liegen keine Erkenntnisse vor.

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Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ist am Donnerstag in Moskau mit Russlands Präsident Wladimir Putin zusammengetroffen. Einzelheiten des Gesprächs könnten wegen des vertraulichen Charakters der Unterredung nicht genannt werden, teilte das Wirtschaftsministerium in Berlin mit. Damit ließ es offen, ob und in welcher Form der Konflikt um die Ukraine und insbesondere die Halbinsel Krim angesprochen wurde. Gabriel wird nach Angaben seines Ministeriums am Freitag in die ukrainische Hauptstadt Kiew reisen. Dort werde er weitere bilaterale Gespräche führen, beispielsweise mit Energieminister Juri Prodan.

Die Reise Gabriels war als Antrittsbesuch geplant. Angesichts des Streits zwischen dem Westen und Russland um die Ukraine war sie aber bis zuletzt unsicher. Anders als vorgesehen reiste der Minister nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstagmorgen ohne Vertreter der deutschen Wirtschaft in die russische Hauptstadt.

Gabriel selbst hatte in dieser Woche in Brüssel gesagt, sein erster Gesprächspartner in Moskau werde sein Amtskollege Alexej Uljukajew sein. Dabei solle es vor allem um die wirtschaftliche Entwicklung in beiden Ländern und um Energiethemen gehen.

Die EU erwägt, die offenen Rechnungen der Ukraine vom Steuerzahler bezahlen zu lassen (mehr dazu hier). Für den Gazprom-Konzern ist seit geraumer zeit der SPD-Politiker Gerhard Schröder als Berater tätig. Ob Gabriel vor dem Treffen mit Putin von Schröder gecoacht wurde ist unklar. Einzelheiten über das Telefonat sind zur Stunde nur den Geheimdiensten bekannt.

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