Audi: Weniger Geld für die Mitarbeiter, mehr für die Chefs

Beim Autokonzern Audi müssen die Mitarbeiter auf Teile der Erfolgsbeteiligung verzichten. Der Vorstand bekommt jedoch trotz des Gewinnrückgangs 3 Prozent mehr Bezüge.

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Nach einem Gewinnrückgang bekommen die Audi -Mitarbeiter weniger Erfolgsbeteiligung. Für 2013 erhalten die Tarifbeschäftigten in Deutschland im Schnitt rund 6900 Euro, wie der Autobauer am Dienstag in Ingolstadt mitteilte. Im Jahr zuvor waren es noch 8030 Euro. Den Audi-Vorständen wurde zwar minimal weniger variable Vergütung ausgezahlt, allerdings stiegen die Gesamtbezüge des siebenköpfigen Gremiums um etwa drei Prozent auf 23,4 Millionen Euro.

Der Mitarbeiter-Bonus bei Audi fiel höher aus als beim Mutterkonzern VW, wo circa 100.000 Beschäftigte in den westdeutschen Werken durchschnittlich 6200 Euro bekommen, 1000 Euro weniger. Oberklasse-Konkurrent Daimler senkte die Gewinnbeteiligung um 200 Euro auf gut 3000 Euro; in den Genuss der Sonderzahlung kommen 130.000 der rund 275.000 Mitarbeiter.

Audi beschäftigt in Deutschland circa 52.500 Menschen, weltweit sind es rund 73.500. In diesem Jahr sollen im Heimatland 1500 neue Mitarbeiter eingestellt werden, weitere 1000 in Mexiko, wo Audi eine neue Fabrik hochzieht. Hohe Investitionen in Werke, neue Modelle und Technologien sowie Rabattschlachten in Europa drückten bei den Ingolstädtern 2013 den operativen Gewinn um mehr als sechs Prozent auf 5,03 Milliarden Euro.

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