US-Finanzbehörde verklagt Groß-Banken wegen Libor-Manipulation

Die Manipulation des Libor-Zinses hat 38 Banken in die Pleite getrieben. Die FDIC will nun zahlreiche Großbanken verklagen, die sie für verantwortlich für die Manipulationen hält.

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Die US-Einlagensicherung FDIC verklagt die Deutsche Bank und 15 weitere Geldhäuser weltweit wegen Manipulation des Interbanken-Zinssatzes Libor (mehr hier). Das Verhalten der Institute habe bei 38 inzwischen abgewickelten Banken für massive Verluste gesorgt, teilte die Federal Deposit Insurance Corp (FDIC) am Freitag mit.

Der in New York eingereichten Klage waren eine ganze Reihe anderer vorausgegangen, mit der Banken für den internationalen Skandal zur Rechenschaft gezogen werden sollen. Mehrere Institute haben nach Ermittlungen in den USA und Europa milliardenschwere Geldbußen gezahlt. Von dem Referenzsatz Libor hängen weltweit Finanzgeschäfte im Volumen von mehreren hundert Billionen Dollar ab.

Zu den nun von der FDIC des Vertragsbruchs beschuldigten Instituten gehören neben der Deutschen Bank auch UBS, Credit Suisse, Barclays, Bank of America, Citigroup, HSBC Holdings, JPMorgan Chase, Royal Bank of Scotland, Rabobank, Lloyds, Societe Generale, Norinchukin Bank, Royal Bank of Canada und Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ und die WestLB. Die Banken lehnten eine Stellungnahme ab oder waren zunächst nicht zu erreichen.

Die Deutsche Bank musste nach einer Strafe der EU-Kommission bereits rund 725 Millionen Euro zahlen. Das ist die höchste Strafe, die die EU-Kommission im sogenannten Libor-Skandal gegen Banken bisher verhängt hat (mehr hier).

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