Deutschland: Niedrige Zinsen treiben Anleger in Wohn-Immobilien

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr so viele Bau-Genehmigungen erteilt wie seit zehn Jahren nicht mehr. Vor allem in Ballungszentren gibt es einen hohen Bedarf an Wohnraum und Eigentumswohnungen. Weniger attraktiv sind hingegen Einfamilienhäuser.

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In Deutschland wurden 2013 so viele Genehmigungen für den Bau von Wohnungen erteilt wie seit zehn Jahren nicht mehr. Ihre Zahl stieg um 12,9 Prozent auf 270.364, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. „Das war bereits der fünfte Anstieg in Folge.“ 2012 hatte es ein Plus von 4,8 Prozent gegeben.

Wegen der Rekordbeschäftigung, der starken Zuwanderung aus dem Ausland und niedriger Zinsen rechnet die deutsche Bauindustrie mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends. „Der Aufschwung im Wohnungsbau setzt sich fort“, sagte der Sprecher des Branchenverbandes HDB, Heiko Stiepelmann. „Der Bedarf an neuem Wohnraum ist da, vor allem in den Ballungszentren.“ In diesem Jahr dürften 255.000 bis 260.000 Wohnungen fertiggestellt werden – 2013 seien es lediglich 230.000 gewesen.

Stark an Attraktivität gewinnen Eigentumswohnungen. Hier zogen die Baugenehmigungen um 15,3 Prozent auf 66.355 an. Bei Einfamilienhäusern gab es dagegen nur einen Anstieg um 1,1 Prozent auf 89.442, bei Mehrfamilienhäusern mit mindestens drei Wohnungen dagegen von 22,3 Prozent 117.666.

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