Uruguay will Guantanamo-Häftlinge aufnehmen

US-Präsident Barack Obama hat sein Versprechen, das Gefängnis in Guantanamo Bay aufzulösen, bisher nicht eingelöst. Mehr als 150 Häftlinge sind noch immer auf Kuba. Uruguay hat sich nun bereit erklärt, Gefangene aufzunehmen.

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Uruguays Präsident Jose Mujica sei offen, Gefangenen aus Guantanamo aufzunehmen: „Wenn die Insassen von Guantanamo nach Uruguay wollen, können sie es tun, so Mujica. Allerdings wolle er „nicht der Kerkermeister“ sein.

Das Wochenmagazin Busqueda berichtete zuvor, dass Mujica fünf Gefangenen auf Wunsch von Obama akzeptiere. US-Außenminister John Kerry soll Mujica persönlich am Telefon gedankt haben. Der Deal beinhalte, dass die ehemaligen Häftlinge mindestens zwei Jahre in Uruguay bleiben müssen, so das Magazin.

Allerdings widerspricht die US-Botschafter in Uruguay, Julissa Reynoso, dass der Deal abgeschlossen wurde. Es werde „immer noch verhandelt“. Sie bestreitet zudem, dass sich die Regierungen auf fünf Gefangenen geeinigt hätten, berichtet die Washington Post.

Die USA haben bereits 43 Guantanamo-Häftlinge in 17 Ländern ausgewiesen, seit Obama im Amt ist. 38 weitere Gefangene wurden in ihre Heimatländer zurückgeschickt. Für die übrigen 154 Häftlinge gibt es noch keine Lösung.

Die Auflösung des Gefängnisses von Guantanamo war eines der Antrittsversprechen des frisch gewählten Präsidenten Obama im Januar 2009. Er wollte das Lager innerhalb einen Jahres auflösen.

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