IWF rät der Schweiz zu negativen Einlage-Zinsen

Der IWF empfiehlt der Schweizerischen Notenbank, den Mindestkurs von 1,20 Franken pro Euro beizubehalten. Dazu müssten die Schweizer notfalls einen negativen Zins auf das Geld verhängen, das die Banken bei ihr einlegen.

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Ein erneuter Anstieg des Franken könne schnell zu einem Deflationsdruck führen, so der IWF. (Foto: Flickr/twicepix)

Ein erneuter Anstieg des Franken könne schnell zu einem Deflationsdruck führen, so der IWF. (Foto: Flickr/twicepix)

Der Internationale Währungsfonds stärkt der Schweizerischen Nationalbank (SNB) im Kampf gegen einen zu starken Franken den Rücken. Der IWF empfiehlt der Notenbank, den Mindestkurs von 1,20 Franken pro Euro beizubehalten, wie das Finanzministerium im Anschluss an den jährlichen Länderbericht des IWF am Montag mitteilte.

Die geldpolitische Lage habe sich gemäß Einschätzung des Fonds zwar entspannt. Dennoch könnte ein erneuter Anstieg des Schweizer Franken schnell zu einem Deflationsdruck führen. In einem solchen Fall könnte die SNB dem IWF zufolge einen negativen Einlagezins auf das Geld verhängen, das die Geschäftsbanken bei ihr parken. Ein solcher Strafzins soll die Institute dazu anregen, mehr Kredite zu vergeben und damit mehr Geld in die Wirtschaft zu lenken.

Zudem riet der IWF der SNB zu weiteren Anstrengungen, um die Eigenmittel der Notenbank zu stärken. Er empfiehlt auch weitere Maßnahmen zur Stabilisierung der Schweizer Bankenbranche. Der Verschuldungsgrad der großen Geldhäuser solle weiter verringert werden.

Zudem regte der Fonds an, die Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden weiterzuführen, um die grenzüberscheitende Abwicklung von Großbanken sicher zu stellen, ohne auf Steuergelder zurückgreifen zu müssen.

Trotz eines Bilanz-Abbaus sind die UBS und die Credit Suisse gemessen an der Schweizer Wirtschaftskraft immer noch überdurchschnittlich groß.

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