Krim: Russland verhört ukrainische Offiziere

Russland hat einen der letzten verbliebenen Militär-Stützpunkte der Ukraine auf der Krim besetzt. Die ukrainischen Offiziere werden verhört. Die Übergangsregierung in Kiew hat angekündigt, ihre Soldaten von der Krim zurückzuziehen.

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Die ukrainische Regierung hat den Abzug ihrer Streitkräfte von der Krim angeordnet. Die Entscheidung sei angesichts der Bedrohungen und des Drucks durch das russische Militär getroffen worden, sagte der amtierende Präsident Alexander Turtschinow am Montag im Parlament in Kiew.

Russische Soldaten hatten am Montag einen der letzten ukrainischen Militärposten auf der Krim besetzt. Sie setzten Blendgranaten ein und schossen aus Automatikwaffen, als sie sich Zugang zu dem Marine-Stützpunkt in Feodosia verschafften, sagte Leutnant Anatoli Mosgowoi per Telefon der Nachrichtenagentur Reuters.

Die ukrainischen Soldaten seien unbewaffnet gewesen. „Die Basis ist voller russischer Soldaten“, sagte ein Sprecher des ukrainischen Militärs auf der Krim. Die Offiziere seien für Verhöre in die Stadt gebracht worden. Die ukrainischen Fahnen wurden eingeholt. Erst am Samstag waren russische Soldaten in den Luftwaffenstützpunkt Belbek eingerückt (hier).

Die Marinebasis in Feodosia war eine der letzten Stützpunkte auf der Krim in der Hand des ukrainischen Militärs. Die Eingliederung der Halbinsel in die russische Föderation hatte die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen schwer belastet.

Die Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten Industriestaaten (G7) sprechen am Montag am Rande ihres Nukleargipfels in Den Haag über mögliche weitere Strafmaßnahmen gegen Russland. Die EU und die USA haben bereits Sanktionen gegen Russland verhängt, wie Kontensperren oder Einreiseverbote.

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