Ukraine: Polizei erschießt führenden Rechtsextremisten

Ein führendes Mitglied der Gruppe Rechter Sektor wurde von der Polizei erschossen. Nach ihm wurde wegen des Angriffs auf einen Staatsanwalt gefahndet. Ein ukrainischer Abgeordneter behauptet, der Mann wurde von Spezialeinheiten hingerichtet.

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Die ukrainische Polizei hat einen bekannten Rechtsextremisten auf der Flucht erschossen. Der Koordinator des Rechten Sektors für die West-Ukraine, Olexander Musitschko, habe bei seiner Festnahme in einem Lokal in der Region Riwne das Feuer die „Sokol“ Spezialeinheit eröffnet, teilte das Innenministerium am Dienstag in Kiew mit.

Die Männer hätten das Feuer erwidert und Musitschko getötet. Musitschko sei trotz der Aufforderung „Halt! Polizei“ durch ein Fenster gesprungen und habe auf die Polizei geschossen, sagte der stellvertretende Innenminister Wlodimir Jewdokimow. Nach Musitschko wurde wegen eines Angriffs auf einen Staatsanwalt sowie wegen Hooliganismus gefahndet.

Der unabhängige Abgeordnete Olexander Donij erklärte auf seiner Facebook-Seite, Musitschko sei exekutiert worden. „Zwei Fahrzeuge schnitten seinem Wagen den Weg ab. Er wurde herausgezerrt und in eines der Vehikel gezwungen. Dann wurde er zu Boden geworfen, die Hände auf dem Rücken zusammengebunden, danach zwei Schüsse ins Herz“, schrieb Donij ohne Angaben von Quellen.

Der Rechte Sektor spielte mit seinen militanten Mitgliedern eine führende Rolle bei den Protesten der Gegner des gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch auf dem Maidan in Kiew. Russland hat seine Intervention auf der Krim unter anderem mit dem Schutz russisch-stämmiger Bürger vor Faschisten gerechtfertigt. Auch in westlichen Staaten wird der Einfluss der extremen Nationalisten auf die neue Regierung kritisiert. Neben dem Rechten Sektor wird auch die Gruppe Swoboda als rechtsextrem gewertet. Sie stellt fünf hochrangige Mitglieder der neuen Regierung. Der Chef des Rechten Sektors, Dmitro Jarosch, will sich bei den Wahlen am 25. Mai um das Amt des Präsidenten bewerben.

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