Rechtsextreme demonstrieren vor Parlament in Kiew

Mitglieder der rechtsextremen Gruppe „Rechter Sektor“ demonstrierten am Freitag vor dem Parlamentsgebäude in Kiew. Sie werfen der Regierung vor, ein führendes Mitglied der Gruppe getötet zu haben. Der Innenminister soll sofort zurücktreten, so die Forderung.

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In Kiew demonstrierten am Freitag Mitglieder der rechtsextremen Gruppe „Rechter Sektor“. Sie warfen der Übergangsregierung vor, die Tötung eines führenden Mitglieds der Gruppe veranlasst zu haben. Sie forderten den sofortigen Rücktritt von Innenminister Arsen Awakow.

Vor wenigen Tagen erschossen Mitglieder einer ukrainischen Spezialeinheit den rechtsextremen Olexander Musitschko (mehr hier). Musitschko, der auch als der „weiße Sascha“ bekannt war, war ein führendes Mitglied des Rechten Sektors und maßgeblich an den gewaltsamen Ausschreitungen auf dem Maidan-Platz in Kiew beteiligt. Die Polizei fahndete aufgrund gewalttätiger Übergriffe gegen eine Staatsanwältin nach Musitschko.

Der Rechte Sektor kündigte daraufhin Vergeltung an. Etwa 250 gewaltbereite Mitglieder der Gruppe drohten damit das Parlament am Donnerstag Abend zu stürmen, sollte Innenminister Awakow nicht zurücktreten. Doch die Rechtsextremen zogen größtenteils wieder ab, ohne das es zu gewaltsamen Zwischenfällen kam. Ukrainische Abgeordnete diskutierten in der Nacht zum Freitag ein Verbot des Rechten Sektors, wie russische Nachrichtenagenturen berichten.

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