USA: Rüstungs-Deal mit Katar kompensiert Russland-Blockade

Die USA verbieten den Export von Militär-Ausrüstung, Chemikalien und Sprengstoff nach Russland. So soll Putin für das Krim-Referendum bestraft werden. Die US-Rüstungsindustrie hält sich für das entgangene Geschäft im Nahen Osten schadlos. Die Aufrüstung in Katar bringt den Firmen Milliarden-Aufträge.

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Die USA blockieren Exporte sogenannter „Dual use“-Technologien nach Russland. Darunter fallen jene Materialien, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Das teilt das Bureau of Industry and Security (BIS) mit.

Auf der Internetseite ist zu lesen, dass bis auf Weiteres keine Genehmigungen für Exporte nach Russland oder Wiedereinfuhr in die USA vergeben werden. Die Behörde vergibt Ausfuhr-Lizenzen für Polizei- und Militärausrüstung, Chemikalien, Sprengstoffe und zugehörige Zünder.

Die Aktion des Handelsministeriums betrifft einen wesentlichen Teil der US-Exporte und ist eine weitere der bereits angekündigten US-Sanktionen in Richtung Russland.

Im vergangenen Jahr hat das BIS Russland-Exporte in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar genehmigt, so Bloomberg.

Allerdings kann sich die US-Rüstungsindustrie an anderer Stelle über neue Geschäfte freuen: Für rund 23 Milliarden Dollar erwirbt das Emirat Katar Kampfhubschrauber, Lenkraketen, Tanker und andere Waffen von 20 weltweit agierenden Unternehmen. Dazu zählen auch der europäische Luftfahrtkonzern Airbus und sein US-Konkurrent Boeing sowie Lockheed Martin und Raytheon, wie eine Sprecherin einer Verteidigungskonferenz in Doha am Donnerstag mitteilte. In Frankreich gab das Verteidigungsministerium bekannt, dass Katar 22 militärische Transporthubschrauber NH90 von einer Airbus-Tochter für rund zwei Milliarden Euro kaufen wolle. Außerdem solle Airbus zwei Betankungsschiffe nach Katar liefern.

Katar, das 2022 die Fußball-Weltmeisterschaft ausrichtet, und andere arabische Golfstaaten sind derzeit auf der Suche nach neuem militärischen High-Tech-Gerät, um sich vor dem Iran und anderen Bedrohungen seit dem Arabischen Frühling zu schützen. Zuletzt war das Emirat jedoch wegen der Unterstützung islamistischer Gruppen bei seinen arabischen Verbündeten zunehmend unter Druck geraten. Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain hatten vor kurzem ihre Botschafter aus dem Golfstaat abgezogen.

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