Zypern fürchtet Folgen der Ukraine-Krise

Eine Eskalation der Ukraine-Krise bedroht die zypriotische Wirtschaft, so Zentralbank-Chef Panikos Demetriades. Aufgrund der engen Bindungen Zyperns zu Russland könne eine Schwächung der russischen Währung dem Land schaden. Auch der Tourismus könnte darunter leiden.

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Eine Eskalation der Ukraine-Krise stellt nach Einschätzung der zypriotischen Zentralbank eine Bedrohung für die Konjunktur des krisengeschüttelten Eurolandes dar.

Der Ost-West-Konflikt gefährde die geplante Rückkehr der Mittelmeerinsel zum Wirtschaftswachstum, sagte Zyperns scheidender Notenbankchef Panikos Demetriades am Sonntag in einem Reuters-Interview. „Im Falle einer Verschärfung der Krise bestehen Risiken für Zypern.“

Aufgrund seiner engen Bindungen zu Russland könne eine Schwäche der russischen Währung dem Land schaden, so Demetriades. Auch der Tourismus könnte darunter leiden.

Demetriades tritt nach knapp zwei Jahren im Amt am 10. April aus privaten Gründen zurück. Zypern sehe derzeit Anzeichen einer Erholung, sagte er.

Das Land will 2015 wieder ein Wirtschaftswachstum vorweisen können. 2013 war das Bruttoinlandsprodukt um 5,4 Prozent geschrumpft. Für 2014 sagen die internationalen Geldgeber einen Rückgang um 4,8 Prozent vorher. Zypern hatte vor einem Jahr ein internationales Hilfspaket von 10 Milliarden Euro in Anspruch genommen, um eine Staatspleite zu vermeiden.

Eine Entspannung der Ukraine-Krise ist derzeit nicht absehbar. Die Nato hat angekündigt, die Ost-Erweiterung des Militärbündnisses fortzusetzen (hier). Der Außenminister Russlands Lawrow sagte, sein Land werde die Rechte der russischsprechenden Bevölkerung in der Ukraine schützen, da diese durch Extremisten bedroht sei (mehr hier).

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