Euro-Schulden: Schäuble kündigt neuen Zugriff auf deutsche Steuergelder an

240 Milliarden Euro (!) haben offenbar nicht gereicht, um Griechenland zu „retten“. Wolfgang Schäuble sagte, er werde auch weiterhin Geld geben. „Gerettet“ wird allerdings nicht Griechenland, sondern die Schulden-Regierungen in Europa und die Banken. Die Euro-Retter profitieren vom Nachlassen des öffentlichen Interesses an den Milliarden-Zahlungen.

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Reuters meldet:

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat Griechenland für den Notfall weitere Finanzhilfen nach dem Ende der laufenden Programme in Aussicht gestellt. „Wenn es einen Bedarf gibt, kann man helfen, wenn nicht, ist es auch gut“, sagte Schäuble am Mittwoch nach dem Treffen der EU-Finanzminister in Athen. Insgesamt würden sich aber die positiven Anzeichen in dem von der Schuldenkrise geplagten Land mehren. „Die Reformen, die Griechenland durchgeführt hat, verdienen Anerkennung“, betonte Schäuble. Nun gelte es, Wachstumsimpulse stärker in den Fokus zu rücken. Ziel sei es, die Finanzierungsmöglichkeiten des griechischen Mittelstandes zu verbessern.

Griechenland wird von den internationalen Geldgebern mit zwei Hilfspaketen über insgesamt 240 Milliarden Euro gestützt. Die Finanzminister der Euro-Zone brachten am Dienstag die nächste Kredittranche von 8,3 Milliarden Euro auf den Weg.

Übersetzt bedeutet diese Meldung:

Schäuble, der seit 40 Jahren nirgendwo anders gearbeitet hat als in der Politik, zieht die Euro-Rettung auf Kosten der Steuerzahler durch. Schäuble, der den Bundestag wegen einer dubiosen 100.000 DM Spende belogen hat, weiß: Er kann der Öffentlichkeit in regelmäßigen Abständen ein neues Märchen auftischen – sie wird es vergessen. Am 13.7.2013 wetterte Schäuble gegen weitere Hilfszahlungen und sagte, das Land sei ein „Fass ohne Boden“.

Die lässige Geste, die Schäuble jetzt an den Tag legt („kann man helfen, wenn nicht, ist es auch gut“) muss man so verstehen: Der Euro wird weiter auf Kosten der Steuerzahler gerettet. Die griechischen „Hilfsgelder“ gehen zu 98 Prozent an die EZB, die internationalen Banken und die griechischen Banken. 2 Prozent geht an den aufgeblähten Staatsapparat und die Freunde von Barroso, Samaras und Venizelos. Der griechische Privatsektor bekommt nichts. Das griechische Volk sieht nicht von der „Hilfe“.

240 Milliarden Euro wurden, als „Hilfe für Griechenland“ ins internationale Finanzsystem gepumpt, damit die europäischen Schulden-Politiker weiter an der Macht bleiben können und ihre Financiers, die internationalen Banken, ihnen nicht von der Fahne gehen.

Das Schneeballsystem muss weitergehen. Der „griechische Mittelstand“, vom dem Schäuble faselt, wird nichts bekommen. „Wachstumsimpulse“ wird nur das internationale Schulden-Business bekommen: Die Staatsverschuldung ist in Griechenland trotz der 200 Milliarden nicht gesunken, sondern gestiegen: Von 307 Milliarden Euro im Jahr 2012 auf  knapp 330 Milliarden Euro im Jahr 2013, wie die offizielle Statistik ausweist.

Die „Reformen“, die laut Schäuble „Anerkennung verdienen“, sind nichts anderes als die Plünderung des griechischen Volkes – so gesehen zuletzt beim Beschluss der griechischen Parlaments, die staatlichen Unternehmen zu privatisieren (mehr dazu hier).

„Positive Anzeichen“ kann Schäuble nur für die europäische Machterhaltungs-Politik sehen: Es ist den Euro-Rettern gelungen, die Bürger so einzulullen, dass auch die EU-Wahlen ohne größere Probleme für die Einheitsparteien über die Bühne gehen werden.

Jedes Schneeballsystem baut auf Lügen auf.

Die verheerende Schulden-Politik ist ein Schneeballsystem.

Wolfgang Schäuble ist vermutlich der brillanteste Politiker in diesem System.


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