Österreich: Staat kann sich Rettung von BauMax nicht leisten

Die österreichische Bundesregierung hat den Kauf der Kunstsammlung der Eigentümer der angeschlagenen BauMax-Kette abgelehnt. Der Erlös hätte in die Rettung des Unternehmens gehen sollen, das sich in Osteuropa verhoben hat.

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Bei der Rettung der angeschlagenen österreichischen Baumarktkette BauMax kann die Eigentümerfamilie zunächst nicht auf staatliche Unterstützung hoffen. Die Regierung entschied sich am Mittwochabend gegen einen Kauf der Kunstsammlung der Gründerfamilie Essl, teilte der für Kunst und Kultur zuständige Minister Josef Ostermayer mit. Mit den Erlösen wollten die Firmeninhaber die Sanierung der Baumarktkette vorantreiben und zumindest das österreichische Kerngeschäft mit 4000 von insgesamt 9000 Beschäftigten retten. Firmengründer Karlheinz Essl hatte sich den Staat als Käufer für die mehr als 6000 zeitgenössische Kunstwerke umfassende Sammlung gewünscht.

Nun werde es zeitnah Gespräche zwischen den Gläubigern und dem Management geben. „Alle sind an einer positiven Lösung interessiert. Wir wissen, dass dieses Unternehmen in Österreich und in umliegenden Ländern sehr wichtig ist“, sagte Ostermayer.

Die Baumarktkette mit insgesamt knapp 160 Filialen hatte sich mit einer rasanten Expansion in Osteuropa verhoben. Dort ist die Nachfrage nach Heimwerker-Produkten seit der Wirtschaftskrise eingebrochen – was auch der Konkurrenz zu schaffen gemacht: die deutsche Kette Praktiker etwa musste Insolvenz anmelden.

Die Sammlung der Familie, die in einem Museum in der Nähe des Firmensitzes in Klosterneuburg nördlich von Wien ausgestellt ist, umfasst Werke vor allem österreichischer aber auch internationaler Künstler.

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