Zu viele Manipulationen: Nervosität bei High-Tech-Händlern

Virtu Financial geht vorerst nicht an die Börse. Die Branche geriet unter Verdacht, nachdem bekannt wurde, dass das ganze System der Kurs-Manipulation dient. Mittlerweile prüfen US-Börsenaufsicht, FBI und die Staatsanwaltschaft in New York, ob und welche Vorteile sich die Hochfrequenzhändler verschaffen.

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Der Hochfrequenzhändler Virtu Financial wird seinen geplanten Börsengang verschieben. Statt wie geplant in dieser Woche mit der Vermarktung des Börsengangs zu beginnen, wird dies nun nicht vor dem 20. April geschehen.

Ein Auslöser könnte das diese Woche erschienene Buch über Brad Katsuyama sein. Darin deckt der junge Banker den Hochfrequenz-Bluff auf. Das ganze System dient der Manipulation der Kurse, indem Mitbewerber in Millisekunden ausgetrickst wurden. Möglich ist dies dank Glasfaserkabel-Technologie (mehr hier).

Mittlerweile prüfen US-Börsenaufsicht, FBI und die Staatsanwaltschaft in New York, ob und welche Vorteile sich die Hochfrequenzhändler verschaffen.

Virtu wird ebenfalls von den Behörden geprüft. Es geht um die Teilnahme an bestimmten Incentive-Programmen zwischen 2011 und 2013. Virtu selbst geht davon aus kein Gesetz gebrochen zu haben, allerdings „können wir das Ergebnis der Untersuchung nicht vorhersagen“.

Im vergangenen Jahr betrugen die Einnahmen von Virtu 664,5 Millionen Dollar, davon blieben 182,2 Millionen als Nettogewinn übrig, berichtet Bloomberg. Die Firma habe nur an einem von 1238 Tagen einen Verlust gemacht.

Chris Concannon, CEO von Virtu Financial, wollte den verschobenen Börsengang nicht kommentieren.

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