Lufthansa-Chef: Politik soll Streiks erschweren

Neue Gesetze sollen Streiks in Zukunft erschweren, fordert Lufthansa-Chef Christoph Franz. Wie in anderen Ländern solle auch die deutsche Politik Mediations-Verfahren vorschreiben, um einen Konflikt zu entschärfen. Wegen des dreitägigen Pilotenstreiks bei der Lufthansa sind tausende Flüge ausgefallen.

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Lufthansa-Chef Christoph Franz dringt wegen des massiven Pilotenstreiks auf eine Änderung der Gesetze.

„Wir fordern Spielregeln und Rahmenbedingungen, nach denen sich in Zukunft Arbeitskämpfe zu richten haben“, sagte Franz dem Handelsblatt. Je kleiner eine streikende Gruppe, desto höher müssten die Hürden für einen Arbeitskampf sein. „Wie in anderen Ländern könnten Rahmenbedingungen wie zum Beispiel obligatorische Mediationsverfahren helfen, einen Konflikt zu entschärfen.“

Die Lufthansa ist derzeit durch einen Streik der Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit weitgehend lahmgelegt. Cockpit fordert für die 5.400 Piloten mehr Geld und die Beibehaltung der betriebsinternen Frührente.

Am dritten Streiktag fielen allein am Drehkreuz in Frankfurt 719 Flüge der Lufthansa aus. Das sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport. Die Lage in Terminal 1 sei weiterhin ruhig, wie an den letzten beiden Streiktagen auch. Normalität könne erst gegen Mitternacht zurückkehren.

Auch am Münchener Flughafen fielen wegen des Ausstands der Lufthansa-Piloten zahlreiche Flüge aus. Nach Aussage eines Flughafen-Sprechers sind die Reisenden über die Lage informiert.

In Folge des dreitägigen Streiks wurden insgesamt etwa 3.800 Flüge gestrichen – das entspricht rund neun von zehn Flügen. Über 400.000 Passagiere sind betroffen. Samstag soll der Flugbetrieb wieder normal laufen.

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