McDonald’s zieht von der Krim ab

McDonald’s hat seine Restaurants auf der Krim geschlossen und den Mitarbeitern Stellen in der Ukraine angeboten. Daraufhin sagte der Vize-Sprecher des russischen Parlaments, die US-Fast-Food-Kette solle Russland für immer verlassen.

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Nach dem Anschluss der Krim an Russland hat McDonald‘s den Betrieb seiner Restaurants auf der Halbinsel eingestellt.

Die US-Fast-Food-Kette bezeichnete die Schließung ihrer drei Filialen in Simferopol, Sewastopol und Jalta am Freitag als vorübergehend, bot den Mitarbeitern dort aber zugleich neue Stellen in der Ukraine an.

Das Unternehmen ging nicht ausdrücklich auf die politische Lage ein, sondern begründete den Schritt mit der Entwicklung von „Betriebsbedingungen außerhalb unserer Kontrolle“.

Der Vize-Sprecher des russischen Parlaments, Wladimir Schirinowski, sagte laut Medienberichten: „Es wäre gut, wenn sie auch hier schließen würden, wenn sie für immer verschwänden.“ Er kündigte Demonstrationen seiner nationalistischen Partei vor McDonald‘s-Filialen im ganzen Land an.

Pepsi-Cola wären die nächsten“, fügte er hinzu. Seine Äußerungen schürten Befürchtungen, dass die schwersten Ost-West-Spannungen seit Ende des Kalten Krieges in einen Handelskrieg zwischen Russland und den USA münden könnten.

McDonald‘s betreibt in Russland 400 Restaurants. Das Unternehmen hatte zu Zeiten der Sowjetunion als erster internationaler Fast-Food-Konzern eine Filiale in Moskau eröffnet.


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