Blamage für Google: Nest Labs muss Rauchmelder vom Markt nehmen

Die „intelligenten“ Rauchmelder von Google’s Zukauf Nest Labs sind fehlerhaft. Bei einem potenziellen Feuer funktioniert die Alarmierung nicht korrekt. Zudem häuften sich Fehlalarme zu nächtlicher Stunde. Das Internet der Dinge ist noch nicht ausgereift.

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Der Hersteller von intelligenten Haushaltsgeräten Nest Labs muss Software-Updates für seine Rauchmelder entwickeln und hat dessen Produktion vorerst eingestellt. Der Grund ist ein Fehler in der „Winkfunktion“ der Rauchmelder. Funktioniert das Gerät korrekt, so kann der Hausbesitzer den Rauchmelder im Falle eines Alarms ausschalten, in dem er winkt. Der Bewegungsmelder in den Geräten ist jedoch defekt, so dass der Alarm ungewollt gestoppt werden kann, auch wenn die Gefahr noch akut ist.

Andere Nutzer berichten, dass die Rauchmelder von Google oft mitten in der Nacht losgehen, obwohl kein Feuer ausgebrochen ist. Der Hersteller Nest Labs hat daraufhin einem Bericht der FT zufolge alle im Handel befindlichen Geräte zurückgerufen und die Produktion eingestellt, bis ein Software-Update verfügbar ist.

Google hatte die Firma Nest Labs im Januar für 3,2 Milliarden Dollar gekauft und investiert damit in den Ausbau der intelligenten Haustechnik, dem Anfang des „Internets der Dinge“. Herkömmliche Haushaltsgeräte werden an das Internet angeschlossen, wodurch die Funktionalität maßgeblich erweitert werden soll (mehr hier).

Der Fehler bei den Rauchmeldern zeigt, wie Haushaltstechnik, die über Jahrzehnte fehlerfrei funktioniert, durch den Einsatz von neuer Technologie besonders anfällig für Fehler wird. Bei herkömmlichen Rauchmeldern genügt der Austausch einer Batterie. Bei den „smarten“ Geräten muss im Fehlerfall Quellcode aktualisiert und ein Firmware-Update installiert werden. Innovationen, die das Leben leichter machen sollen, werden dadurch zur Last und – in diesem Fall – zur potenziellen Gefahr für den Menschen.

 

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