Inflation stürzt indische Bürger in die Armut

Die Konsumenten-Preise in Indien sind innerhalb eines Jahres um 8,3 Prozent gestiegen. Am härtesten trifft es jene 800 Millionen Inder, die unterhalb der Armutsgrenze leben. Sie spüren die Folgen der globalen Finanzpolitik in Form von explodierenden Lebensmittel-Preisen.

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In Indien steigen die Konsumenten-Preise wieder schneller. Im März lagen die Konsumenten-Preise in Indien um 8,31 Prozent höher als ein Jahr zuvor, so die Statistik-Behörde des Landes. Dieser Anstieg ist stärker als noch im Februar und stärker als erwartet, berichtet Bloomberg.

Die enormen Preisanstiege zerstören die Kaufkraft der Inder. Am härtesten betroffen sind die 800 Millionen armen Inder, weil sie mit ihrem Geld plötzlich weniger Lebensmittel kaufen können. In den Schwellenländern drohen aufgrund der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise Millionen Menschen unter die Armutsgrenze von 2 Dollar pro Tag zu rutschen (mehr hier).

Um die Inflation zu verlangsamen, hat der Chef der indischen Zentralbank Raghuram Rajan den Leitzins seit seinem Amtsantritt im September bereits um 0,75 Punkte auf 8 Prozent erhöht. Anfang April sagte Rajan, weitere Zinserhöhungen seien derzeit nicht vorgesehen.

Die seit zehn Jahren regierende Kongress-Partei könnte am 16. Mai die Wahl verlieren. Ein Grund sind neben der schwachen Wirtschaft und Korruptions-Skandalen die massiven Preissteigerungen. Es wird erwartet, dass die oppositionelle Bharatiya Janata Partei (BJP) die meisten Sitze gewinnt. Diese hat versprochen, einen Fonds zur Bekämpfung der Preisanstiege einzurichten.

Die indische Wirtschaft ist im Februar überraschend geschrumpft. Das BIP war 1,9 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Die Exporte gingen um 3,2 Prozent auf 29,6 Milliarden Dollar zurück.

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