Tausende Deutsche demonstrieren für Frieden und gegen die US-Notenbank

Etwa 4.000 Bürger haben in Berlin an einer Mahnwache für den Frieden teilgenommen. Sie fordern eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts. Insgesamt hat die Neuauflage der Montagsdemos bereits Ableger in 26 deutschen Städten gefunden.

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Am Potsdamer Platz in Berlin mahnten rund 4.000 Teilnehmer die Medien und Politiker zu einer friedlichen Lösung im Ukraine-Konflikt an. (Foto: DWN/ David Kizner-Zamudio)

Am Potsdamer Platz in Berlin mahnten rund 4.000 Teilnehmer die Medien und Politiker zu einer friedlichen Lösung im Ukraine-Konflikt an. (Foto: DWN/ David Kizner Zamudio)

Tausende Deutsche kamen am Ostermontag zu Demonstrationen zusammen, um für den Frieden in Europa und gegen die Anheizung der kriegerischen Töne um die Ukraine zu demonstrieren.

In Berlin folgten am Ostermontag rund 4.000 Menschen dem Aufruf zum friedlichen Widerstand. Auf einer sogenannten „Mahnwache für den Frieden“ appellierten Teilnehmer und Redner an Politiker und Medien, eine friedliche Lösung der Krise in der Ukraine anzustreben. Sie kritisierten unter anderem die Berichterstattung der Medien in dem Konflikt, weil die Russland pauschal als den Aggressor darstellt und die Rolle der EU und der Nato-Staaten nicht hinterfragt werde.

Der Initiator der „Mahnwachen für den Frieden“ ist der Berliner Lars Mährholz. Die Lage in der Ukraine hat ihn dazu bewogen, auf die Straße zu gehen und zum friedlichen Widerstand aufzurufen. Er versteht die Veranstaltung mehr als Kundgebung und nicht als Demonstration, denn Letztere werde häufig mit einer destruktiven Anti-Haltung verbunden. Die Mahnwachen stehen dagegen unter dem Motto „Für Frieden auf der Welt, für eine ehrliche Presse und gegen die tödliche Politik der Federal Reserve Bank“. Mährholz strebt den gesamt-gesellschaftlichen Schulterschluss an und richtet sich deshalb mit seinem Aufruf an alle Bevölkerungsschichten, Glaubensrichtungen, Ethnien und politische Richtungen, die um ein friedliches Zusammenleben bemüht sind.

Die Mahnwachen finden in Erinnerung an die Volksaufstände 1989 in der DDR immer montags statt. In Berlin fand die erste Mahnwache mit 100 spontanen Teilnehmern am 17. März am Brandenburger Tor statt. In der ersten Woche waren es bereits 400 Teilnehmer, die sich über die Facebook-Seite vernetzten. Schließlich versammelten sich am 31. März mehr als 2.000 Menschen am Brandenburger Tor.

Die Initiatoren distanzierten sich ganz klar von Rechts- und Linksextremismus, Antisemitismus und Gewalt in jeder Form. Allerdings versuchen rechte und linke Gruppen, die Demonstrationen zu unterwandern bzw. für ihre Zwecke zu missbrauchen: So waren am Montag am Potsdamer Platz sowohl Vertreter der NPD als auch Antifa-Aktivisten zu beobachten. 

Mittlerweile rufen die Menschen in 26 Städten zum friedlichen Widerstand auf, darunter in Aachen, Berlin, Bonn, Bremen, Bremerhaven, Dortmund, Dresden, Erfurt, Essen, Frankfurt a.M., Gronau, Hamburg, Hannover, Ingolstadt, Köln, Leipzig, Magdeburg, Nürnberg, München, Regensburg, Rheine, Saarbrücken, Uelzen und Wilhelmshaven.

Impressionen der Montagsdemo am Potsdamer Platz:

Zahlreiche Demonstranten kritisierten die Medien, die ihrer Meinung nach voreingenommen über wichtige Themen berichten. (Foto: DWN/ David Kizner-Zamudio)

Zahlreiche Demonstranten kritisierten die Medien, die ihrer Meinung nach voreingenommen über wichtige Themen berichten. (Foto: DWN/ David Kizner-Zamudio)

Auf der Kundgebung waren Teilnehmer aller Altersklassen vertreten. (Foto: DWN/ David Kizner-Zamudio)

Auf der Kundgebung waren Teilnehmer aller Altersklassen vertreten. (Foto: DWN/ David Kizner-Zamudio)

Ein Graffiti-Künstler verlangt eine friedliche Lösung der Ukraine-Krise. (Foto: DWN/ David Kizner Zamudio)

Ein Graffiti-Künstler verlangt eine friedliche Lösung der Ukraine-Krise. (Foto: DWN/ David Kizner Zamudio)

Die Kundgebung am Potsdamer Platz verlief friedlich. (Foto: DWN/ David Kizner Zamudio)

Die Kundgebung am Potsdamer Platz verlief friedlich. (Foto: DWN/ David Kizner Zamudio)

Aufruf zur Montagsdemo auf einem Aston Martin. (Foto: DWN/ David Kizner Zamudio)

Aufruf zur Montagsdemo auf einem Aston Martin. (Foto: DWN/ David Kizner Zamudio)


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