China: Konjunktur bricht ein

Das produzierende Gewerbe in China schrumpft den vierten Monat in Folge, wie die Großbank HSBC berichtet. Grund für den anhaltenden Rückgang sind einbrechende Export-Aufträge. Die HSBC rechnet mit einem baldigen Einschreiten der Zentralbank.

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Chinas produzierendes Gewerbe setzt die schwächelnde Wirtschaft des Landes weiter unter Druck. Der Einkaufsmanager-Index (PMI) der Großbank HSBC signalisiert einen Rückgang der Produktion für den vierten Monat in Folge. Der PMI befand sich im April mit 48,3 Punkten erneut unter den 50 Punkten, die ein Wachstum in der Produktion anzeigen.

HSBC-Ökonom Qu Hongbin hält es  deshalb für wahrscheinlich, dass die Regierung in Peking die Geldpolitik lockern wird.

„Abwärtsrisiken beim Wachstum sind weiterhin vorhanden, da sowohl die Export-Bestellungen als auch die Beschäftigungsrate zurückgehen. Wir denken, dass weitere wirtschaftliche Anreize in den kommenden Monaten bekannt gegeben werden und das die Zentralbank ausreichend Liquidität bereitstellen wird“, sagte der HSBC-Ökonom der Financial Times.

Trotz der Aussicht auf eine staatliche Stützung der Wirtschaft, agierten Investoren eher zurückhaltend am chinesischen Aktienmarkt. Die Börse in Hongkong fiel um 1 Prozent, während der Aktienmarkt in Shanghai um 0,3 Prozent nachgab. Der Yuan fiel auf 6,2379 US-Dollar und damit auf ein 14-Monatstief.

Auch die Verwerfungen an den Rohstoffmärkten nehmen weiter zu. So fiel der Kupferpreis um weitere 0,4 Prozent auf 6.645 US-Dollar pro Tonne. In China wird Kupfer häufig als Sicherheit für Bankkredite hinterlegt. Im Zuge der Kreditklemme in China geriet somit auch der weltweite Kupfer-Preis unter Druck (mehr hier).

Bei der jüngsten Emission von Staatsanleihen hatte die Regierung erstmals seit über einem Jahr Probleme, genügend Käufer zu den angebotenen Konditionen zu finden (hier). Die schlechten Wirtschaftsdaten und ein negative Ausblick schreckten die Investoren ab.

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