Tote bei Gefechten in der Ostukraine

Bei Gefechten zwischen ukrainischen Truppen und pro-russischen Separatisten sind in der Ost-Ukraine mehrere Menschen getötet worden. Russlands Präsident Putin bezeichnet das Vorgehen als „sehr ernstes Verbrechen“ und droht mit Konsequenzen.

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Bei dem Einsatz der ukrainischen Streitkräfte gegen pro-russische Kämpfer im Osten des Landes sind am Donnerstag mehrere Separatisten getötet worden. Nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums wurden „bis zu fünf Terroristen“ bei der Beseitigung von Straßensperren der Separatisten in Slawjansk erschossen.

Eine Sprecherin der Separatisten sprach von zwei toten Kämpfern nach einem Gefecht an einer Straße von Slawjansk nach Swiatogorsk. Die ukrainische Regierung hatte am Mittwoch die Rückeroberung von Swiatogorsk gemeldet.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat direkt auf die neue Situation in der Ostukraine reagiert: Das Vorgehen der ukrainischen Truppen bezeichnete er als „sehr ernstes Verbrechen“ gegen das eigene Volk. Er drohte mit Konsequenzen.

Am Morgen hatten Reuters-Journalisten beobachtet, wie ukrainische Soldaten mit fünf Schützenpanzern einen Kontrollpunkt im Norden von Slawjansk übernahmen. Separatisten hatten die Stellung aufgegeben und Reifen angezündet, um durch den Rauch ihre Verfolgung zu erschweren. Im Süden von Slawjansk Übernahmen ukrainische Soldaten einen Kontrollpunkt an der Straße nach Donezk und verstärkten anschließend ihre Stellungen.

Ukrainische Soldaten haben nach Angaben der Übergangsregierung in Kiew in der Nacht zu Donnerstag einen Angriff auf einen Militärstützpunkt im Osten des Landes abgewehrt. Ein Soldat sei bei dem Überfall auf die zwischen den Städten Donezk und Slawjansk gelegene Basis Artemiwsk verletzt worden, teilte Innenminister Arsen Awakow via Facebook mit. Die rund 70 Angreifer seien von russischen Soldaten angeführt worden, sagte Awakow. Über Opfer in den Reihen der Angreifer sei nichts bekannt.

In der Schwarzmeerstadt Mariupol hätten pro-russische Separatisten dagegen das Rathaus wieder geräumt, erklärte der Minister. Der Bürgermeister sei wieder in seinem Büro. Dies stehe im Einklang mit den bei den Genfer Verhandlungen mit Russland vor einer Woche erzielten Vereinbarungen.

Die ukrainische Regierung hatte am Mittwoch die Wiederaufnahme der „Anti-Terror-Aktion“ gegen pro-russische Kämpfer angekündigt, die sie nach der Genfer Vereinbarung zur Deeskalation der Lage über die Oster-Feiertage ausgesetzt hatte. Russland hat mit einer scharfen Reaktion gedroht, sollten Russen getötet werden (mehr hier).

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