Microsoft erzielt weniger Gewinn wegen PC-Flaute

Der Software-Konzern Microsoft meldet einen Gewinnrückgang von 7 Prozent. Auslöser sei die schwache Nachfrage nach PCs. Der Konzern will sich nun noch stärker auf Smartphones konzentrieren und bietet das Betriebssystem Windows dafür kostenlos an.

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Der Niedergang des klassischen PCs setzt Microsoft weiter zu. Der Schöpfer von Windows und Word gab am Donnerstag für das abgelaufene dritte Geschäftsquartal einen Gewinnrückgang um sieben Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar bekannt. Allerdings blieb der weltgrößte Software-Hersteller damit über den Erwartungen vieler Analysten. Die Aktie legte nachbörslich zu.

Microsoft habe in den vergangenen Wochen angekündigt, den Herstellern von bestimmten Smartphones und kleinen Tablet-Computern die mobile Variante von Windows kostenlos zur Verfügung zu stellen, sagt US-Analyst Norman Young. Das sei ein großer Fortschritt und werde den Preisabstand zu den Konkurrenten verkleinern.

Marktforschern zufolge sank der Absatz von PCs in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 4,4 Prozent – das achte Quartal in Folge mit einem Rückgang. Diesmal aber dürfte Microsoft selbst schlimmeres verhindert haben: Da der Konzern seit Ende April keine Sicherheitsupdates für Windows XP mehr herausgibt, haben sich viele Kunden offenbar gleich einen neuen PC gekauft.

Ungeachtet dessen verliert die Hardware-Plattform weiter stetig an Bedeutung, mit der Microsoft dank des Betriebssystems Windows und der Bürosoftware Office zum Riesen wurde. In der neuen Welt von Tablets und Smartphones hinkt der US-Konzern Google und Apple deutlich hinterher.

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