US-Börsen schwächeln wegen Ukraine-Konflikt

Investoren haben sich am Freitag verstärkt aus den US-Aktienmärkten zurückgezogen. Sie investierten stattdessen in Gold und Staatsanleihen. Die drohende Verschärfung der westlichen Sanktionen gegen Russland wegen der Spannungen mit der Ukraine drücke auf die Stimmung.

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Aus Furcht vor einem Wirtschaftskrieg zwischen dem Westen und Russland haben sich Investoren am Freitag verstärkt aus den US-Aktienmärkten zurückgezogen. Sie schichteten ihr Geld in als sicher geltende Anlagen wie Gold oder Staatsanleihen um. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab bis zum Nachmittag 0,9 Prozent auf 16.358 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,8 Prozent auf 1863 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel 1,6 Prozent auf 4081 Punkte.

Der Dax verabschiedete sich mit einem Minus von 1,5 Prozent bei 9401,55 Punkten in den Feierabend. Im Vergleich zur Vorwoche notierte er 0,1 Prozent tiefer. Der EuroStoxx50 gab am Freitag 1,3 Prozent auf 3148,33 Zähler ab.

Die drohende Verschärfung der westlichen Sanktionen gegen Russland wegen der Spannungen mit der Ukraine drücke auf die Stimmung, sagte Analyst Keith Bowman vom Brokerhaus Hargreaves Lansdown. „Die Leute befürchten außerdem einen militärischen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, was bislang alles andere als eingepreist ist.“ Diese Einschätzung teilte Steen Jakobsen, Chef-Ökonom der Saxo Bank. Die Investoren setzten offenbar immer noch auf eine diplomatische Lösung, obwohl sich die Krise stündlich verschärfe und beide Seiten Vereinbarungen wiederholt gebrochen hätten.

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