Deutscher Oberst in Slawjansk: „Wir sind Gäste, keine Kriegsgefangene“

Einer der acht gefangenen europäischen Militär-Beobachter ist in Slawjansk freigelassen worden. Aus medizinischen Gründen sei der Schwede aus der Gefangenschaft entlassen worden, so die Separatisten. Der Leiter der Militär-Beobachter, der deutsche Oberst Schneider, sagte am Sonntag, die Gruppe sei anständig behandelt worden.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Der deutsche Militärbeobachter Oberst Schneider bei einer Pressekonferenz in Slowjensk. (Screenshot: Politikus.ru)

Der deutsche Militärbeobachter Oberst Schneider bei einer Pressekonferenz in Slawjansk. (Screenshot: Politikus.ru)

Einer der acht gefangenen europäischen Militär-Beobachter ist in der Ostukraine freigelassen worden. Der Schwede sei aus medizinischen Gründen auf freien Fuß gesetzt worden, sagte eine Sprecherin der prorussischen Separatisten am Sonntagabend. Es gebe keine Pläne, die anderen Beobachter am Sonntag gehen zu lassen. Einem Augenzeugen zufolge wurde der Schwede, der an Diabetes leidet, von drei Männern zu einem Fahrzeug begleitet.

Die Gefangennahme der Beobachter hatte die Spannungen zwischen dem Westen und Russland weiter verschärft. Unter ihnen sind vier Deutsche. Die Aufständischen in der Stadt Slawjansk hatten sie am Sonntag auf einer Pressekonferenz zu Wort kommen lassen.

Der deutsche Leiter der Inspektorengruppe, Oberst Axel Schneider sagt dort, alle seien bei guter Gesundheit. Er sei nicht angerührt worden, und es habe keine körperlichen Misshandlungen gegeben, so Schneider. „Alle europäischen Offiziere der Gruppe sind in guter Verfassung, und niemand ist krank. Wir haben keinen Hinweis darauf, wann wir in unsere Heimatländer zurückgeschickt werden.“ Schneider sagte, er und seine Kameraden betrachten sich als Gäste des Bürgermeisters: Schneider: „Wir sind Gäste, keine Kriegsgefangene.“

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick