Separatisten stürmen TV-Sender in Donezk

In der ostukrainischen Stadt Donezk haben prorussische Separatisten die Kontrolle über einen Fernsehsender übernommen. Der Sender zeige nur Lügen und versuche, die Bürger zu beeinflussen, so die Begründung der Besetzer.

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Im Osten der Ukraine haben prorussische Separatisten die Kontrolle über einen Fernsehsender übernommen. Vier maskierte Aufständische mit Schlagstöcken und Schilden bewachten am Sonntag den Eingang des Gebäudes in Donezk. Im Innern waren weitere uniformierte Separatisten zu sehen.

Ein wenig entfernt standen rund 15 Polizisten, sie griffen aber nicht ein. Vor dem Gebäude demonstrierten etwa 400 Menschen, sie riefen „Russland“ und „Referendum“ und verliehen damit ihrer Forderung nach einem Anschluss an Russland Ausdruck. Die Wachen an den Türen blieben, auch nachdem die Demonstranten weitergezogen waren.

Auf die Frage, warum die Separatisten das Gebäude in ihre Gewalt brachten, antwortete einer der Männer am Eingang: „Sie zeigen Lügen, sie versuchen, die Leute zu beeinflussen und verbreiten Falschinformationen.“ Die Mitarbeiter des regionalen staatlichen Senders seien noch in den Büros, würden aber bald nach Hause geschickt. In Donezk, der Hauptstadt der Region, halten die Separatisten bereits den Amtssitz des Gouverneurs und das Rathaus besetzt.

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