Ukraine: Geisel-Nehmer verlangen einen Deal mit Kiew

Die Separatisten, die in Slawjansk mehrere OSZE-Beobachter als Geiseln halten, verlangen die Freilassung von Gesinnungsgenossen, die in Kiew festgehalten werden. Sie sollen vom ukrainischen Geheimdienst verhaftet worden sein.

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Der Slawjansker Separatistenführer Wjatscheslaw Ponomarjow will sich mit einer OSZE-Delegation treffen, um über die von seinen Leuten gefangengehaltenen Militärbeobachter zu sprechen. Die Unterhändler der OSZE sollten gegen 11.00 Uhr (MESZ) eintreffen, kündigte der selbst ernannte Bürgermeister von Slawjansk an. Bedingung für die Freilassung des OSZE-Teams, zu dem auch vier Deutsche zählen, bleibe die Freisetzung von Separatisten, die die Behörden in Kiew festhielten. Er gehe davon aus, dass eine Vereinbarung zustande komme. „Die Soldaten sind Geiseln der Situation, aber ich denke, dass alles in Ordnung gehen wird“, sagte Ponomarjow. „Wir werden uns irgendwie verständigen“.

In der Nacht hätten seine Leute drei Offiziere des ukrainischen Geheimdienstes festgesetzt, fügte Ponomarjow hinzu. Sie seien in dem nahe gelegenen Ort Horliwka an einem Einsatz gegen die Separatisten beteiligt gewesen.

Die pro-russischen Aufständischen hatten die 13 Männer des OSZE-Teams am Freitag gefangengenommen. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat Unterhändler in die Region entsandt, um ihre Freilassung zu erreichen. Der Gruppe gehören neben drei Bundeswehr-Soldaten und einem deutschen Dolmetscher jeweils ein Militärbeobachter aus Tschechien, Polen, Schweden und Dänemark sowie fünf ukrainische Soldaten an. Deutschland führt den Militärbeobachtereinsatz. Er ist nicht identisch mit dem parallel stattfindenden Einsatz ziviler OSZE-Beobachter.

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