EZB-Vize: Euro-Zone ist noch immer in der Gefahrenzone

Der portugiesische Stellvertreter von EZB-Chef Mario Draghi sieht die Euro-Zone immer noch in der Gefahrenzone. Sein Trost: Vor zwei Jahren sei man vor dem "Beinahe-Zusammenbruch" gestanden.

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Wirtschaft und Finanzsystem der Euro-Zone sind nach Ansicht von EZB-Vizechef Vitor Constancio trotz aller Fortschritte noch nicht völlig über den Berg. „Wenn man sich vor Augen hält, wo wir kaum zwei Jahre nach dem Beinahe-Zusammenbruch der Euro-Zone inzwischen stehen, ist das zwar ermutigend“, sagte Constancio am Montag auf einer Konferenz in Frankfurt. „Allerdings heißt das nicht, dass wir die Gefahrenzone gänzlich verlassen hätten“, warnte der EZB-Vizepräsident. Vor allem, dass Unternehmen in den Euro-Ländern weiter mit enormen Unterschieden bei den Kreditkosten zu kämpfen hätten, sei alles andere als zufriedenstellend. Für die Erholung der Wirtschaft von der Krise sei dies ein Problem.

Im Großen und Ganzen habe die Euro-Zone aber auch dank der Krisenmaßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) inzwischen die Kurve gekriegt und die Lage habe sich stabilisiert. Vor allem mit der entstehenden Bankenunion, die aus einer gemeinsamen Aufsicht und einem gemeinsamen Abwicklungsmechanismus für Banken bestehen wird, sei ein wichtiger Schritt bald geschafft, sagte der Portugiese. „Aber das ist noch nicht das Ende des Weges und es wäre zu früh, die Krise für beendet zu erklären.“ Große Herausforderungen, wie das schwache Wirtschaftswachstum oder die hohe Arbeitslosigkeit blieben. Zusätzlich drohe die anhaltende Phase niedriger Teuerung eine Belastung zu werden, insbesondere für die überschuldeten Staaten.


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