Geburtstagsfeier: Union kritisiert Schröders Umarmung mit Putin

Politiker von CDU und CSU kritisieren die Umarmung von Altkanzler Schröder mit dem russische Präsidenten Putin. Die Geste stehe im Widerspruch zur deutschen Position in der Ukraine-Krise. Die Umarmung ereignete sich am Montagabend auf einer Nachfeier von Schröders Geburtstag in St. Petersburg.

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CDU und CSU haben die Umarmung von Altkanzler Gerhard Schröder mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Montagabend kritisiert.

Er könne das Umarmungsbild inmitten der Ukraine-Krise „nicht als hilfreich betrachten“, sagte Unions-Fraktionschef Volker Kauder am Dienstag nach Beratungen der Koalitionsfraktionen in Königswinter. Zudem wisse er nicht, ob Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) über das Bild erfreut sei.

CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt äußerte die Hoffnung, dass Schröder bei seinen Gesprächen mit Putin die Problematik der Ukraine im Sinne der deutschen Position angesprochen habe. Sie sei befremdet über das Umarmungsbild in den Medien. Mit Blick auf Schröder sagte sie: „Meines Erachtens wäre es auch seine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass in der Ukraine eine Deeskalation der Verhältnisse zustande kommt.“

Die SPD war wegen der Umarmung sichtlich irritiert, konnte den Charakter der Begegnung aber in der ersten Schrecksekunde noch nicht einordnen.

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sagte daher staatsmännisch, er wisse nicht, was der Ex-Kanzler bei seiner privaten Begegnung mit Putin besprochen habe. Er sei jedoch „ganz sicher, dass er dem russischen Präsidenten klargemacht hat, dass er auch aktiv etwas dafür tun muss, dass die Geiseln freigelassen werden und dass die Destabilisierung der Ost-Ukraine zu Ende gehen muss“.

Schröder war am Montagabend mit Putin in St. Petersburg zusammengetroffen. Medienberichten zufolge handelte es sich um einen Empfang der Nord Stream AG, mit dem Schröder seinen 70. Geburtstag nachfeierte.

Schröder hatte nach Abschluss seiner Kanzlerschaft einen Beraterposten beim russischen Staatskonzern Gazprom übernommen. Der Ex-Kanzler hatte die Politik der EU in der Krim-Krise mehrfach scharf kritisiert.

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