Odessa: Rechter Sektor demonstriert für Regierung in Kiew

In Odessa ist es in der Nacht zu einer Demonstration für die Regierung in Kiew gekommen. Auch der Rechte Sektor beteiligte sich. Diese Gruppe war für die Brandstiftung des Gewerkschaftshauses verantwortlich, bei der der am Freitag 40 Menschen getötet wurden.

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In der Nacht zum Montag ist es in Odessa zu einer Demonstration für die Übergangsregierung in Kiew gekommen: Hunderte Unterstützer der Übergangsregierung versammeln sich, um einen umkämpften Platz zu besetzen. Hier in der Nähe waren zwei Tage zuvor mehr als 40 Menschen getötet wurden, die meisten von ihnen Gegner der Übergangsregierung in Kiew. Die Demonstranten halten jetzt ukrainische Symbole hoch und verbrennen sowjetische. Auch Angehörige des „Rechten Sektors“ sollen an der Demonstration teilgenommen haben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel telefonierte im Zusammenhang mit der Krise in der Ukraine am Sonntag erneut mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Schwerpunkt des Gesprächs ist laut Bundesregierung die Vorbereitung des geplanten Besuchs des Schweizer Bundespräsidenten und OSZE-Vorsitzenden Didier Burkhalter am Mittwoch in Moskau gewesen. Dabei solle unter anderem die Einrichtung Runder Tische unter Schirmherrschaft der OSZE erörtert werden. Diese sollten vor den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine einen nationalen Dialog erleichtern.

Die Regierung in Moskau erklärte, in dem Telefonat sei die Wichtigkeit eines „effektiven internationalen Vorgehens“ zur Verringerung der Spannungen hervorgehoben worden. Zudem sei über russische Erdgas-Lieferungen und -Transportwege auf Basis der Verhandlungen vom Freitag in Warschau gesprochen worden. Russland hatte dort der Ukraine eine Drosselung der Gaslieferungen schon im Juni angekündigt, sollte die ukrainische Übergangs-Regierung im Mai keine Vorauszahlungen leisten.

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