NATO will Rüstungsde​al zwischen China und Türkei verhindern

Die Türkei wollte ein Luftabwehrsystem aus China kaufen. Doch die NATO-Partner des Landes protestierten. Deshalb hat Ankara die Frist für die Offerten verlängert. Westliche Rüstungskonzerne steigen in das Rennen ein.

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Die NATO möchte einen geplanten milliardenschweren Rüstungsdeal zwischen China und der Türkei verhindern. Ankara plant den türkischen Luftraum mit einem Abwehrsystem auszustatten.

Dazu wurde im Juli 2013 ein Rahmenvertrag über 3,4 Milliarden US-Dollar mit dem chinesischen Rüstungskonzern China National Precision Machinery Import and Export Corporation (CPMIEC) geschlossen. Doch seitdem laufen die NATO-Partner der Türkei Sturm, zumal die CPMIEC seit dem Februar 2013 unter US-Sanktionen steht. Westliche Konzerne möchten den Auftrag für sich verbuchen.

Die Entrüstung und die darauffolgenden diplomatischen Konsultationen, scheinen gefruchtet zu haben. „Die Frist für die Offerten wurde verlängert. Die Offerten können bis zum 30. Juni eingebracht werden“, zitiert Reuters einen Sprecher des Sekretariats der türkischen Verteidigungsindustrie (SSM). Somit haben auch westliche Rüstungsunternehmen die Möglichkeit, in das Rennen einzusteigen.

Unter ihnen sind Lockheed Martin, Raytheon und Eurosam. Doch das SSM hat kein Interesse am Erwerb des russischen S-400-Raketenkomplexes, berichtet World Tribune.

Bei dem umstrittenen chinesischen Modell handelt es sich um die HQ-9. Es gilt als das modernste Luftabwehrsystem der chinesischen Armee und kann Flugzeuge aller Arten sowie ferngesteuerte Flugkörper und taktische ballistische Raketen abfangen.

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