Gegen Russland: Nato-Truppen werden dauerhaft in Osteuropa stationiert

Als Reaktion auf den Ukraine-Konflikt erwägt die Nato eine dauerhafte Stationierung von Soldaten in Osteuropa. Nato-Oberkommandeur Breedlove will diese Option in den Mitgliedsländern diskutieren lassen. Gleichzeitig wirft er Putin vor, die Ukraine durch „Unruhestiftung“ zu destabilisieren.

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Unter dem Eindruck der Ukraine-Krise erwägt die Nato eine dauerhafte Stationierung von Soldaten in Osteuropa. „Über diese Idee muss man nachdenken, und wir werden sie zur Diskussion bei unseren Mitgliedern stellen“, sagte Nato-Oberkommandeur Philip Breedlove am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Ottawa.

Die Nato hatte nach ihrer Ost-Erweiterung davon abgesehen, permanent Truppen und Gerät in Ländern des früheren Warschauer Pakts zu stationieren.

Am Montag hatte Breedlove gesagt, dass er mittlerweile einen Einmarsch russischer Truppen in die Ostukraine für wenig wahrscheinlich halte. Dieser Verzicht Russlands auf eine Invasion sei ärgerlich für die Nato, da nun viele zum Alltag in den Beziehungen zurückkehren wollten (mehr hier).

Er gehe eher davon aus, dass Russlands Präsident Wladimir Putin auf eine Invasion verzichten werde, um stattdessen die Ostukraine durch die Diskreditierung der Kiewer Regierung und durch Unruhestiftung zu destabilisieren, so Breedlove. Auf diese Weise könnte Putin den Boden für eine Annexion nach dem Vorbild der Krim bereiten.

Am Dienstag waren Fallschirmspringer aus den USA, Kanada und Polen über unbewohntem Gebiet in Polen abgesprungen. Die Manöver der Nato sollen der Ukraine zeigen, dass das Militärbündnis einsatzfähig ist (hier).

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