Russland: Obama soll Kiew zum Dialog mit der Ost-Ukraine bewegen

Russland dreht den Spieß um: Nun fordern die Russen die Amerikaner auf, ihren Einfluss auf die Übergangsregierung in Kiew geltend zu machen. Nur durch Gespräche zwischen der Regierung und den Separatisten im Osten könne eine Lösung erzielt werden.

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In der Ukraine-Krise hat der russische Außenminister Sergej Lawrow die USA aufgerufen, die Übergangsregierung in Kiew zu Gesprächen mit den Separatisten im Osten des Landes zu bewegen. Lawrow habe in einem Telefonat mit seinem US-Amtskollegen John Kerry über die gemeinsamen Bemühungen beraten, den Konflikt in der Ukraine auf friedlichem Weg zu lösen, erklärte das Außenministerium in Moskau am Donnerstagabend. Dabei habe Lawrow die USA aufgefordert, ihren Einfluss auf die Regierung in Kiew zu nutzen, damit sich diese für eine „wahre Deeskalation“ im Land einsetze und die Voraussetzungen für direkte Gespräche auf Augenhöhe mit Vertretern der südöstlichen Regionen schaffe.

In die Bemühungen für eine friedliche Lösung schaltete sich auch EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy ein. „Ich werde am Montag nach Kiew reisen, um unsere Gespräche über eine Stabilisierung der Lage in der Ukraine vor der Präsidentenwahl am 25. Mai fortzusetzen“, erklärte er. Ziel sei ein Ende der Gewalt in der Ostukraine und der Beginn eines nationalen Dialogs. Am Dienstag reist der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk zudem zu Gesprächen mit EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso nach Brüssel.

Wegen der Spannungen in der Ukraine verstärkte auch die OSZE ihre diplomatischen Bemühungen: Vermittler der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) berieten mit der pro-westlichen Übergangsregierung über einen Friedensplan.

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