TÜV Süd warnt Mittelstand vor Hacker-Angriffen

Mittelständler sind zunehmend Ziel von Cyber-Attacken, warnt der TÜV Süd. Risiken wie Industriespionage werden oft verdrängt. Der TÜV Süd will künftig mehr Geschäft mit der Überprüfung von Datensicherheit machen.

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Der TÜV Süd will künftig mehr Geschäft mit der Überprüfung von Datensicherheit machen und auf diesem Feld zukaufen. „Ja, wir haben Geld. IT-Security ist ein Bereich, den wir uns anschauen werden“, sagte Vorstandschef Axel Stepken am Montag in München. Deutschlands größtes TÜV-Unternehmen habe hier keine eigenen Kompetenzen in ausreichender Größe. Stepken setzt darauf, dass das Bewusstsein für Datensicherheit in vielen Firmen wächst. Bislang seien Risiken wie Industriespionage oder der Zugriff von Nachrichtendiensten auf Firmendaten oft verdrängt worden. Gerade Mittelständler seien zunehmend Ziel von Hacker-Angriffen.

Die neue IT-Sicherheitstochter des TÜV Süd konzentriert sich auf Zertifizierungen nach internationalen Standards, etwa für die Sicherheit von Kreditkarten, sowie nach eigenen Kriterien, beispielsweise für das sichere Einkaufen im Internet. Mit der zunehmenden Vernetzung könnten zwar Maschinen und ganze Anlagen miteinander kommunizieren und die Produktion selbst steuern, aber die Risiken für die Informations- und Betriebssicherheit nähmen dramatisch zu, erläuterte Stepken. Bedarf für Zukäufe sieht er auch auf den Feldern Infrastruktur-, Textil- und Lebensmittelprüfung. Auch in der Autobranche, wo das Wachstum heute vor allem in Asien stattfinde, wolle sich der TÜV verstärkt engagieren.

Im laufenden Jahr will der Konzern die Schwelle von zwei Milliarden Euro beim Umsatz überspringen, wie Finanzchef Matthias Rapp ergänzte. 2013 stiegen die Erlöse um 6,5 Prozent auf 1,94 Milliarden – davon stammte ein Drittel aus Zukäufen. Vor allem das Geschäft mit der Überprüfung von Industrieanlagen, Immobilien, Infrastruktur, Zügen und Eisenbahntechnik legte kräftig zu. Der operative Gewinn (Ebit) wuchs um fünf Prozent auf 171 Millionen Euro.

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