Minenunglück in der Türkei: Mindestens 200 Kumpel eingeschlossen

In der westtürkischen Provinz Manisa ist es zu einem schweren Minenunglück gekommen. In Folge einer Explosion sind nach derzeitigem Kenntnisstand mindestens 200 bis 300 Arbeiter unter Tage eingeschlossen. Über mögliche Tote kursieren unterschiedliche Angaben. Die Rettungsteams arbeiten derzeit unter erschwerten Bedingungen.

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In einer Kohlemine in Soma ist es zu einer schweren Explosion und dann zu einem Feuer gekommen. Derzeit sollen 200 bis 300 Arbeiter in der Tiefe gefangen sein. Mindestens ein Arbeiter sei seinen Verletzungen im Krankenhaus erlegen. Als Unglücksursache wird im Augenblick von einem defekten Stromverteiler ausgegangen.

Dem hiesigen AKP-Abgeordneten Muzaffer Yurttaş zufolge gäbe es bereits mindestens 20 Todesopfer. Offiziell bestätigt ist das bisher aber nicht, so die türkische Zeitung Hürriyet. Wie der Gouverneur Mehmet Bahattin Atçı dem türkischen Sender NTV derweil bekannt gab, sei es aber gelungen, 20 Arbeiter zu retten.

In einer ersten Erklärung nach dem Unglück wollte der türkische Energieminister Taner Yıldız lediglich von „Opfern“ sprechen. Er warnte vor bereits in der Presse kursierenden Zahlen. Diese könnten „irreführend“ sein. Bevor er irgendwelche Angaben mache, gelte es, die eingeschlossenen Arbeiter nach oben zu holen. Dem Minister zufolge würden im Augenblick vier Rettungsteams in der Mine zugange sein. Das noch immer lodernde Feuer sei allerdings ein Problem. Die Rettungsarbeiten werden durch massiven Rauch behindert. Zudem würde Sauerstoff in die nicht betroffenen Schächte gepumpt.

Der Unfall ereignete zwei Kilometer unter der Oberfläche. In Folge der Explosion und des Brandes sind die Aufzüge außer Betrieb. Zum Zeitpunkt des Unglücks sollen sich insgesamt 580 Arbeiter in der Mine aufgehalten haben. 280 von ihnen konnten bislang entkommen. Die Übrigen würden derzeit gut vier Kilometer vom Mineneingang entfernt ausharren.

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