E.ON plant Gas-Handel mit türkischem Industrie-Riesen

Der größte deutsche Energiekonzern E.ON beabsichtigt mit der türkischen Industrie- und Finanzgruppe Sabanci Holding zusammenzuarbeiten. Ziel des Joint Ventures ist es, Gas aus Nord-Irak und Israel in die Türkei zu befördern. Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht getroffen.

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Das Joint Venture der beiden Großkonzerne trägt den Namen EnerjiSA. Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender von E.ON, äußerte sich zu den Zukunftsplänen  zur Trans-Adria-Pipeline (TAP).

Diese bringt Gas aus Aserbaidschan über die Türkei nach Europa. Die TAP sei für EnerjiSA eine Geschäftschance. Laut Teyssen stünden Pläne im Raum, Gas aus Nord-Irak und Israel in die Türkei zu liefern. Eine konkrete Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

Teyssen begründete seine Vorgehensweise hinsichtlich des israelischen, libanesischen und zypriotischen Gases, berichtet Daily Sabah. Diese seien dabei, ihr Gas auf den Markt zu bringen. Der Vorsitzende des Düsseldorfer Unternehmens warte lieber noch etwas ab, bevor er einen Vorstoß auf den Gas-Markt in Betracht zieht.

Teyssen sagte weiter, dass er an die türkische Wirtschaft nach den Kommunalwahlen am 30. März glaube. Die Wirtschaft, junge Bevölkerung, funktionierende Demokratie und die Durchführungsart der Türkei lägen sehr günstig für Investitionen.

Das Joint Venture EnerjiSA gibt es seit einem Jahr. In der Türkei erreicht es eine Erzeugungskapazität von 2,6 Giga-Watt (GW). 1,7 GW sind bereits installiert, 900 Mega-Watt (MW) befinden sich im Aufbau.

Durch diesen Vorstoß folgt die E.ON ihrer planmäßigen Konzernstrategie, sich eine sehr gute Ausgangsposition im türkischen Energiemarkt zu verschaffen (mehr hier). Dies berichtet E.ON in einer Pressemitteilung aus dem Jahr 2012. Die Türkei zähle zu den ausgewählten Wirtschaftsregionen außerhalb der Kernmärkte in Europa. E.ON plant gemeinsam mit Sabanci bis 2020 eine Erzeugungskapazität von insgesamt bis zu 8.000 MW zu erreichen. Dies entspräche zehn Prozent am türkischen Erzeugungsmarkt.

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