EZB-Stresstest: Österreichische Bank Bawag muss Kapital erhöhen

Die österreichische Bank Bawag hat ihre Kernkapitalquote auf 10,6 Prozent erhöht. Hintergrund sind steigende Gewinne und eine Geldspritze der Eigentümer. Die Bawag gehört mehrheitlich dem US-Finanzinvestor Cerberus und dem US-Fonds Golden Tree.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Die österreichische Bank Bawag hat ihre Kapitaldecke vor dem EZB-Stresstest aufgepolstert. Dank einer Geldspritze der Eigentümer lag die bei den Aufsehern viel beachtete harte Kernkapitalquote Ende März bei 10,6 Prozent nach 9,4 Prozent Ende 2013, wie das Institut am Donnerstag mitteilte.

Die ehemalige Gewerkschaftsbank gehört mehrheitlich dem US-Finanzinvestor Cerberus und dem US-Fonds Golden Tree. Die Eigentümer hatten der Bank 125 Millionen Euro zugeschossen – unter anderem um die verbleibenden Staatshilfen von 350 Millionen Euro zurückzuzahlen.

Die Bawag ist eine von insgesamt sechs österreichischen Banken, die künftig von der EZB beaufsichtigt wird.

Zuvor prüfen die Zentralbank und die EU-Bankenaufsicht EBA die Institute auf Herz und Nieren – insgesamt sind es 124 Banken aus allen 28 EU-Staaten. Sie müssen unter Beweis stellen, dass sie eine schwere Bankenkrise überstehen würden. Die Bawag hatte sich zuletzt zuversichtlich gezeigt, den Test zu bestehen.

Grund dafür sind auch die steigenden Gewinne, die das Kapitalpolster zusätzlich stärken. Im ersten Quartal stieg der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dank des laufenden Sparprogramms und geringeren Rückstellungen für faule Kredite um drei Viertel auf 80 Millionen Euro.

Damit putzt sich die Bank auch für einen möglichen Eigentümerwechsel heraus. Cerberus ist bereits vor mehr als sechs Jahren bei dem Institut eingestiegen und denkt Medienberichten zufolge über einen Ausstieg nach. Die Bawag hatte das als Gerücht bezeichnet.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick