Niedrige Zinsen: Immobilien-Blase in Deutschlands Metropolen

Bei Immobilien in den deutschen Metropolen stehen alle Zeichen auf Blasenbildung. Die niedrigen Zinsen treiben die Anleger in Wohn- und Gewerbeimmobilen.

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Der Preisindex für selbstgenutztes Wohneigentum ist seit 2003 (100 Punkte) deutlich gestiegen. (Grafik: vdpResearch)

Der Preisindex für selbstgenutztes Wohneigentum ist seit 2003 (100 Punkte) deutlich gestiegen. (Grafik: vdpResearch)

Die Immobilienpreise in Deutschland sind zu Jahresanfang kräftig gestiegen. Zwischen Januar und März kletterten sie insgesamt um 4,3 Prozent binnen Jahresfrist, wie am Donnerstag aus dem vierteljährlichen Barometer des Verbands Deutscher Pfandbriefbanken (vdp) hervorgeht. Dabei stiegen die Preise für Wohnimmobilien um 4,2 Prozent und für Gewerbeimmobilien um 4,5 Prozent. „Die Nachfrage konzentriert sich weiter vor allem auf die Ballungszentren“, sagte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt.

Eigentumswohnungen verteuerten sich laut Studie zum Vorjahresquartal um 4,1 Prozent, während die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser mit 1,8 Prozent langsamer zulegten. Die meisten Fachleute sehen Reuters zufolge Überhitzungstendenzen in Städten wie München, Berlin, Hamburg oder Köln. Allerdings gäbe ein noch keine flächendeckende Immobilienblase. Die niedrigen Zinsen treiben einerseits Kapitalanleger in Immobilien, andererseits erfüllen sich immer mehr Privatleute den Traum der eigenen vier Wände, bei den aktuell niedrigen Zinsen gerne auf Pump.

Der Anlagebedarf institutioneller Investoren sei unverändert hoch und deutsche Immobilien deshalb gefragt. „Die Wohnbautätigkeit steigt zwar, ist aber noch lange nicht stark genug, um die konjunkturell bedingt hohe Nachfrage zu befriedigen.“

Die Mitteilung des vdp im Wortlaut:

Barometer des Verbands Deutscher Pfandbriefbanken

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