Türkei: Polizei setzt nach Grubenunglück Tränengas gegen Demonstranten ein

Nach dem schwersten Grubenunglück in der Geschichte der Türkei ist es in mehreren Städten zu Ausschreitungen gekommen. In Istanbul setzte die Polizei Tränengas ein. Die Demonstranten geben der Regierung eine Mitschuld an der Katastrophe.

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In der Türkei haben die Gewerkschaften nach dem schweren Grubenunglück mit mindestens 282 Toten für Donnerstag zu einem landesweiten Streik aufgerufen. Die Beschäftigten sollten einen Tag lang die Arbeit ruhen lassen, erklärten die vier Gewerkschaftsverbände.

„Hunderte unserer Kollegen in Soma wurden von Anfang an dem Tod überlassen, indem sie gezwungen wurden, unter brutalen Arbeitsbedingungen zu schuften, damit die höchsten Gewinne erreicht werden“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung der Gewerkschaften.

Am Mittwoch hatten in mehreren Städten Demonstranten gegen die Arbeitsbedingungen in den Bergwerken protestiert. Es kam zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, die Tränengas einsetzte.

In Soma im Westen der Türkei war es am Dienstag in einer Kohlegrube zu einer Explosion und einem Feuer gekommen. Hunderte Bergleute wurden unter Tage eingeschlossen. Es ist das schwerste Grubenunglück in der Geschichte des Landes (mehr hier).

Auch am Donnerstag wurden die Bergungsarbeiten fortgesetzt. Die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, ist allerdings gering.

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