Handstreich: Russische Rebellen überrumpeln ukrainische Grenztruppe

Pro-russische Rebellen haben den ukrainischen Grenztruppen in einem Handstreich eine Niederlage beigebracht: Sie befreiten mit Waffengewalt einen ihrer Anführer. An den Runden Tischen sitzen in der Ukraine neben der Regierung einige Alt-Präsidenten. Die Rebellen sind ausgeschlossen.

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Wenige Stunden vor dem Beginn neuer Friedensgespräche in der Ostukraine ist es am Samstag zu einem Feuergefecht zwischen pro-russischen Separatisten und Regierungssoldaten gekommen. Ein Sprecher der ukrainischen Grenztruppen sagte, bei dem Gefecht hätten Separatisten den zuvor festgenommen selbst ernannten Gouverneur der Region Luhansk, Valeri Bolotow, befreit. Dieser sei zunächst nach seiner Rückkehr von einer medizinischen Behandlung in Russland an einem Kontrollposten von Grenzsoldaten gefangengenommen worden. Daraufhin seien rund 200 bewaffnete Separatisten angerückt und hätten Bolotows Freilassung gefordert. Bei einem anschließenden Gefecht hätten sie Granaten und Maschinengewehre eingesetzt und Bolotow befreit. „Wir versuchen herauszufinden, ob es Opfer gab“, sagte der Sprecher.

In der ostukrainischen Stadt Charkiw sollen am Samstag weitere Gespräche des sogenannten Runden Tisches stattfinden, der Regierung und Opposition zusammenbringen soll. Mediator ist der von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) eingesetzte frühere deutsche Diplomat Wolfgang Ischinger. Er leitet die Gespräche zusammen mit zwei ehemaligen ukrainischen Präsidenten.

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