Blockupy: Ausschreitungen in Berlin und Hamburg

Nach längerer Pause meldet sich die Blockupy-Bewegung zurück: Massiv unterstützt von der Partei Die Linke gab es Demonstrationen in Berlin und Hamburg. In beiden Städten kam es zu Ausschreitungen. In Frankfurt war es bereits am Freitag zu Ausschreitungen bei der AfD-Wahlveranstaltung gekommen.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

„Grenzenlos solidarisch – für eine Demokratie von unten!“, so das Motto des so genannten Blockupy -Bündnisses bei einer Kundgebung in Berlin. Der Anlass: Ein europaweiter „Mai der Solidarität“ zu dem linke Gruppen aufgerufen haben. Thema Nummer Eins in Berlin: Die Flüchlingsfrage. Die Kundgebung in Kreuzberg, sie war auch Auftakt eines Flüchtlingsmarsches durch mehrere europäische Städte, wo für unbeschränktes Aufenthaltsrecht demonstriert werden soll. Weitere Themen: Sozialabbau und Eurokrise. Bernd Rixinger, Bundesvorsitzender „Die Linke, sagte: „Wir haben eine Massenarbeitslosigkeit in einer Größenordnung, wie sie in der Nachkriegsgeschichte so noch nie da war. Wir haben ein Jugendarbeitslosigkeit, die in manchen Ländern 50 oder 60 Prozent beträgt, wer also ernsthaft sagt, die Krise in Europa ist vorüber, der negiert große Teile der Wirklichkeit in Europa.“ Die anschließende Demonstration führte in den Bezirk Mitte. Am Haus der Deutschen Wirtschaft kam es zu Farbbeutelwürfen und vorübergehenden Festnahmen. Die Farbbeutelattacke war Anlass für die Berliner Polizei, den Demonstrationszug vorzeitig aufzulösen. Nach ihren Angaben waren an dem Aufzug rund 1.500 Menschen beteiligt, auch in Hamburg , Stuttgart und Düsseldorf sowie im europäischen Ausland gab es Demonstrationen.

In Hamburg demonstrierte eine kleinere, aber offenkundig gewaltbereite Gruppe, gegen die Elbphilharmonie. Prompt kam es auch hier zu Ausschreitungen: Aus einer Groppe von etwa 150 Demonstranten wurden Böller gegen die Polizei geworfen. Die Polizie setzte darauf Schlagstöcke und Wasserwerfer ein. Ein Beamter soll von einem Stuhl am Hals getroffen und verletzt worden sein.

In Frankfurt am Main war es bereits am Freitag zu Zusammenstößen von Linksextremen mit der Polizei gekommen: Die Demonstranten hatten eine Wahlkampfveranstaltung der AfD gesprengt und den Spitzenkandidaten der Partei für die EU-Wahl, Hand Olaf Henkel mit einem Ei beworfen.

Die Frankfurter Neue Presse berichtet:

„Die Szene an der Hauptwache wirkte professionell einstudiert: Als die Trommlergruppe begann und weit entfernt von der kleinen AfD-Bühne die Aufmerksamkeit auf sich zog, drängten sich 30 bis 50 dicht an die Bühne. Sie zogen ein Transparent hoch – „Nationalismus ist keine Alternative“, stand darauf – und spannten eine dichte Reihe von bunten Regenschirmen auf. Für die Passanten war damit jeder Blick zur Bühne blockiert…Mit Trillerpfeifen, Trommeln und Sprechchören forderten sie: „Nationalismus raus aus den Köpfen“. Auf Diskussionen mit den AfD-Anhängern ließen sie sich nicht ein. Dicht an der Bühne standen sie gedrängt. Als von der Bühne Polizisten auf den Platz traten und diese die Gruppe einige Meter vordrängten, wurde das mit lauten Pfiffen beantwortet. Bei einer dieser Szenen kam es auch zu kleinen Rangeleien. Dabei wurden zwei Polizisten leicht verletzt, zwei Demonstranten festgenommen. Einer hatte einen Polizisten mit einer Tröte geschlagen, der zweite mit einem Regenschirm. Aus der Gruppe der Demonstranten flogen Eier und eine Flasche auf die Polizisten.“

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***


media-fastclick media-fastclick