Blasen-Gefahr: In Deutschland boomt der Wohnungsbau

Der Boom im Wohnungsbau in Deutschland hält trotz der geplanten Mietpreisbremse an. Die Anleger flüchten wegen der niedrigen Zinsen in Immobilien. Die Blasen-Gefahr steigt.

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Der Boom im Wohnungsbau in Deutschland hat sich in am Jahresanfang ungeachtet der geplanten Mietpreisbremse fortgesetzt. Von Januar bis März wurde der Bau von 63.900 Wohnungen genehmigt, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Das seien 15,3 Prozent oder 8500 Wohnungen mehr gewesen als im ersten Quartal 2013. Besonders stark legten demnach mit 22,5 Prozent die Genehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern zu, die häufig vermietet werden.

Damit bewahrheiten sich vorerst Befürchtungen der Wohnungswirtschaft nicht, dass die Diskussion um die Mietpreisbremse die Konjunktur im Wohnungsbau drosseln werde. Die Zahl der Baugenehmigungen und Fertigstellungen von Wohnungen steigt erst seit 2010 wieder, nachdem 2009 nur 159.000 Wohnungen gebaut worden waren und damit weniger als halb so viele wie noch 2001. Im vergangenen Jahr wurden rund 270.400 Wohnungen genehmigt, 12,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Die Bundesregierung bereitet eine Mietpreisbremse vor, wonach Mieten bei einer Wiedervermietung nicht mehr als zehn Prozent über die ortsübliche Vergleichsmiete steigen dürfen. Bis Ende Mai haben die Bundesländer Zeit, zu einem ersten Gesetzentwurf Stellung zu nehmen. Das Kabinett soll das Gesetz noch vor der Sommerpause auf den Weg bringen.

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