Credit Suisse: 2,6 Milliarden Dollar Strafe und Schuld-Bekenntnis

Die Schweizer Großbank Credit Suisse muss 2,6 Milliarden Dollar Strafe zahlen. Sie bekennt sich der Beihilfe zur Steuerhinterziehung schuldig. Dieses Schuldeingeständnis soll der Bank die Lizenz und damit das Überleben gerettet haben.

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Die Großbank Credit Suisse zahlt zur Beilegung des US-Steuerstreits die höchste Geldstrafe in der Schweizer Bankengeschichte. Die zweitgrößte Bank des Landes willigte ein, insgesamt über 2,6 Milliarden Dollar auf den Tisch zu legen, wie das US-Justizministerium in der Nacht auf Dienstag mitteilte. Gleichzeitig bekannte sich Credit Suisse schuldig, reichen Amerikanern bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben. Credit Suisse sei die größte Bank in den vergangenen 20 Jahren, die sich strafrechtlich schuldig bekannt habe, erklärte US-Justizminister Eric Holder auf einer Pressekonferenz. Die Bank stimmte zu, für zwei Jahre einen unabhängigen Aufseher zu akzeptieren, berichtet die New York Times.

Die Einigung mit den US-Behörden wird bei der Credit Suisse im Abschluss des zweiten Quartals tiefe Spuren hinterlassen. Die Schweizer Großbank rechnet Angaben vom Dienstag zufolge mit einer Belastung von rund 1,6 Milliarden Franken. „Wir bedauern das Fehlverhalten im früheren grenzüberschreitenden US-Geschäft außerordentlich“, erklärte Konzernchef Brady Dougan gemäß einer Mitteilung. Er sprach vom größten und langwierigsten Rechtsfall in der Geschichte der Bank. Gleichzeitig gab Dougan Entwarnung. „Das verstärkte Medieninteresse der letzten Wochen in diesem Zusammenhang hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf unser Geschäft.“

Die NZZ berichtet:

Für die Bank entscheidend ist, dass das Schuldeingeständnis das operative Geschäft in den USA nicht gefährdet. Dies wäre der Fall gewesen, wenn das Institut die Banklizenz verlöre. Die Bank erwartet aber keine Auswirkungen auf ihre Lizenzen. Dieses Druckmittel dürfte allerdings die Aufsichtsbehörde des Gliedstaates New York eingesetzt haben, an die alleine 715 Millionen Dollar gehen. Bis vor kurzem hatte sie noch niemand auf dem Radar gehabt. Sie soll erst im März Ermittlungen eingeleitet haben, nachdem vor dem Senat ein Hearing in Sachen CS stattgefunden hatte. Die Behörde entscheidet über Banklizenzen im Gliedstaat.

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